Der Geschwindigkeitstest zeigt drei Werte an: Lesen mit Cache, Lesen ohne Cache und Schreiben. Damit die Zahlen einzuordnen sind, hier in Kürze, was sie messen, welche Werte für welche Bauart normal sind und warum Tempo allein nichts über die Gesundheit eines Laufwerks aussagt.
Der Wert „Lesen mit Cache" ist ein kurzer Spitzenwert. Dabei werden Daten gelesen, die das Betriebssystem oder der Laufwerks-Cache gerade im schnellen Zwischenspeicher hält – nicht von den eigentlichen Speicherzellen. Solche Burst-Werte können weit über dem echten Dauer-Tempo liegen.
Aussagekräftig für die tatsächliche Leistung sind deshalb „Lesen ohne Cache" und „Schreiben". Diese beiden Werte spiegeln wider, was das Laufwerk nachhaltig liefert.
Entscheidend ist nicht die Marke, sondern die Anbindung. Eine SATA-SSD ist durch die Schnittstelle begrenzt, eine NVMe nutzt die deutlich schnelleren PCIe-Leitungen:
| Bauart / Anbindung | Sequenzielles Lesen (Richtwert) |
|---|---|
| SATA-SSD (2,5″ oder M.2 im SATA-Modus) | ca. 500–560 MB/s |
| NVMe M.2 · PCIe Gen 3 | ca. 2.000–3.500 MB/s |
| NVMe M.2 · PCIe Gen 4 | ca. 5.000–7.000 MB/s |
| NVMe M.2 · PCIe Gen 5 | ca. 9.000–14.000 MB/s |
Die SATA-Schnittstelle (6 Gbit/s) deckelt jede daran angeschlossene SSD bei rund 550 MB/s – egal wie modern sie ist. Wer mehr will, braucht eine NVMe in einem passenden M.2-Steckplatz mit genügend PCIe-Leitungen.
Mehrere Faktoren beeinflussen das Ergebnis, ohne dass mit dem Laufwerk etwas nicht stimmt:
• Steckplatz und Leitungen: Manche M.2-Slots sind nur mit zwei statt
vier PCIe-Leitungen oder mit einer älteren PCIe-Generation angebunden.
• Temperatur: NVMe-SSDs drosseln bei Hitze (Throttling), um sich zu
schützen – unter Dauerlast sinkt das Tempo dann zwischenzeitlich.
• Füllstand und Hintergrundlast: Eine fast volle SSD oder gleichzeitige
andere Zugriffe können die Messung drücken.