💾 Wie schnell ist eine SSD?

SATA · M.2 · NVMe – was die Zahlen im S-IT SSD-Check bedeuten

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Der Geschwindigkeitstest zeigt drei Werte an: Lesen mit Cache, Lesen ohne Cache und Schreiben. Damit die Zahlen einzuordnen sind, hier in Kürze, was sie messen, welche Werte für welche Bauart normal sind und warum Tempo allein nichts über die Gesundheit eines Laufwerks aussagt.

📖 Mit Cache, ohne Cache – wo ist der Unterschied?

Der Wert „Lesen mit Cache" ist ein kurzer Spitzenwert. Dabei werden Daten gelesen, die das Betriebssystem oder der Laufwerks-Cache gerade im schnellen Zwischenspeicher hält – nicht von den eigentlichen Speicherzellen. Solche Burst-Werte können weit über dem echten Dauer-Tempo liegen.

Aussagekräftig für die tatsächliche Leistung sind deshalb „Lesen ohne Cache" und „Schreiben". Diese beiden Werte spiegeln wider, was das Laufwerk nachhaltig liefert.

📊 Typische Werte nach Bauart

Entscheidend ist nicht die Marke, sondern die Anbindung. Eine SATA-SSD ist durch die Schnittstelle begrenzt, eine NVMe nutzt die deutlich schnelleren PCIe-Leitungen:

Bauart / AnbindungSequenzielles Lesen (Richtwert)
SATA-SSD (2,5″ oder M.2 im SATA-Modus)ca. 500–560 MB/s
NVMe M.2 · PCIe Gen 3ca. 2.000–3.500 MB/s
NVMe M.2 · PCIe Gen 4ca. 5.000–7.000 MB/s
NVMe M.2 · PCIe Gen 5ca. 9.000–14.000 MB/s

Die SATA-Schnittstelle (6 Gbit/s) deckelt jede daran angeschlossene SSD bei rund 550 MB/s – egal wie modern sie ist. Wer mehr will, braucht eine NVMe in einem passenden M.2-Steckplatz mit genügend PCIe-Leitungen.

🔌 Warum dein Messwert abweichen kann

Mehrere Faktoren beeinflussen das Ergebnis, ohne dass mit dem Laufwerk etwas nicht stimmt:

Steckplatz und Leitungen: Manche M.2-Slots sind nur mit zwei statt vier PCIe-Leitungen oder mit einer älteren PCIe-Generation angebunden.
Temperatur: NVMe-SSDs drosseln bei Hitze (Throttling), um sich zu schützen – unter Dauerlast sinkt das Tempo dann zwischenzeitlich.
Füllstand und Hintergrundlast: Eine fast volle SSD oder gleichzeitige andere Zugriffe können die Messung drücken.

Wichtig: Tempo ist nicht gleich Gesundheit. Eine SSD kann blitzschnell sein und trotzdem stark abgenutzt – oder langsamer angebunden und kerngesund. Der Verschleiß zeigt sich an der verbrauchten Lebensdauer (Wear) und der bisher geschriebenen Datenmenge (TBW), nicht am Geschwindigkeitswert. Der S-IT SSD-Check bewertet die Geschwindigkeit deshalb getrennt vom Gesundheitszustand und nach SSD-gerechtem Maßstab.
© 2026 Sattler IT-Service, Greifenstein  •  Autor: Hans Udo Sattler