📖 S-IT SSD-Check – Hilfe

Version 1.7  â€ą  © 2026 Hans Udo Sattler  â€ą  Sattler IT-Service, Greifenstein

Inhaltsverzeichnis

  1. Schnellstart
  2. ProgrammoberflĂ€che im Überblick
  3. Die Reiter im Detail
  4. Wie das Tool bewertet – die Strategie
  5. Die wichtigsten Werte verstÀndlich
  6. Echtheits-PrĂŒfung
  7. Messungsverlauf
  8. Anschluss & Auslesbarkeit
  9. DIAG, Bericht & Dateien
  10. HĂ€ufige Fragen (FAQ)
  11. Verwendete Fremdprogramme & Lizenzen

1. Schnellstart

Laufwerk prĂŒfen in 3 Schritten

  1. Programm starten – S-IT-SSD-Check.exe doppelklicken. Administratorrechte werden automatisch angefordert (fĂŒr das Auslesen nötig).
  2. Laufwerk wĂ€hlen – Oben im Auswahlfeld das zu prĂŒfende Laufwerk auswĂ€hlen (Anschluss, GrĂ¶ĂŸe, Laufwerksbuchstabe und Modell werden angezeigt).
  3. PrĂŒfen – Auf ▶ Jetzt prĂŒfen klicken. Anschließend fĂŒllen sich die Reiter mit den Ergebnissen.
Tipp: FĂŒr gebrauchte Laufwerke lohnt sich nach der PrĂŒfung ein Blick in den Reiter 🔎 Echtheit – er erkennt typischen Gebraucht-Schwindel wie zurĂŒckgesetzte ZĂ€hler.

2. ProgrammoberflĂ€che im Überblick

SchaltflÀchen unter der Laufwerksauswahl

SchaltflÀcheFunktion
↻ Aktualisieren Liest die Liste der angeschlossenen Laufwerke neu ein
▶ Jetzt prĂŒfen Startet das Auslesen und Bewerten des gewĂ€hlten Laufwerks. Die Anzeige springt dabei automatisch auf die Übersicht, damit keine Werte des zuvor geprĂŒften Laufwerks stehen bleiben.
📄 Bericht Erstellt einen HTML-PrĂŒfbericht zum Speichern, Drucken oder Weitergeben

Buttons im Header (immer sichtbar)

SchaltflÀcheFunktion
⚙ Einstellungen Alles, was das Verhalten des Programms betrifft: Sprache (Deutsch, English, Nederlands), automatischer Geschwindigkeitstest, DIAG-MenĂŒ und der Messungsverlauf. Zu jedem Bereich gibt es ein ⓘ mit ErklĂ€rung. Nach dem Wechsel der Sprache startet das Programm neu.
đŸ–” Ansicht Alles, was das Fenster betrifft: DarstellungsgrĂ¶ĂŸe (80 %–200 % oder â†ș Automatisch) und FenstergrĂ¶ĂŸe speichern. Nach dem Ändern der GrĂ¶ĂŸe startet das Programm neu.
? Hilfe Öffnet diese Hilfe

Mit ESC wird das Programm beendet.

Zur DarstellungsgrĂ¶ĂŸe: Das Programm wĂ€hlt sie beim ersten Start selbst so, dass das Fenster mit ArbeitsflĂ€che daneben auf den Bildschirm passt. Der Hintergrund: Die Windows-Skalierung ist ein Lesbarkeitswunsch fĂŒr Windows – das Fenster dieses Tools ist bereits auf einen Full-HD-Bildschirm ausgelegt. WĂŒrde die Windows-Zahl zusĂ€tzlich angewendet, wĂŒrde ein zweites Mal vergrĂ¶ĂŸert und das Fenster passte nicht mehr. Eine selbst gewĂ€hlte Einstellung hat immer Vorrang und bleibt dauerhaft erhalten.

3. Die Reiter im Detail

📊 Übersicht

Alle Messwerte auf einen Blick, in drei Spalten geordnet:

Wer wissen will „ist das Ding kaputt?", schaut in die dritte Spalte. Werte ĂŒber 0 stehen dort rot.

🔧 SMART-Details

Die ausgelesenen SMART-Werte im Detail, so wie das Laufwerk sie meldet – zum NachprĂŒfen und fĂŒr Fachleute.

💡 Zustand & Empfehlung

Das Urteil im Klartext samt BegrĂŒndung, den tragenden Messwerten und einer Empfehlung. Die Ampel bedeutet:

Sehr gut und Gut sind beide grĂŒn und beide uneingeschrĂ€nkt geeignet – Gut in einem etwas helleren GrĂŒnton, damit die beiden Stufen auch auf einen Blick unterscheidbar sind. Die Unterscheidung sagt nur, wie viel Lebensdauer bereits verbraucht ist. Eine gesunde SSD wegen Gut auszubauen wĂ€re unsinnig.

Bei Festplatten heißt es sinngemĂ€ĂŸ „SMART o.k." beziehungsweise „SMART o.k. – beobachten", weil dort andere MaßstĂ€be gelten (siehe Abschnitt 4).

🔎 Echtheit

PrĂŒft die Werte auf PlausibilitĂ€t und erkennt typischen Gebraucht-Schwindel (siehe Abschnitt 6).

⚡ Geschwindigkeit

Optionaler Lese-/Schreibtest. Das Tempo wird getrennt vom Gesundheitszustand und nach bauartgerechtem Maßstab bewertet – eine gesunde Ă€ltere SSD oder HDD ist nach modernem Maßstab einfach langsamer, ohne dass etwas defekt wĂ€re. Über USB liegen die Werte naturgemĂ€ĂŸ niedriger als bei direktem Anschluss.

Im MenĂŒ đŸ–” Ansicht lĂ€sst sich der Test so einstellen, dass er nach jeder PrĂŒfung automatisch mitlĂ€uft (⚡ Auto-Speedtest).

4. Wie das Tool bewertet – die Strategie

Dieser Abschnitt erklĂ€rt, warum das Tool zu seinem Urteil kommt. Sie sollen es nachvollziehen können und nicht einfach glauben mĂŒssen.

Grundsatz 1: Verschleiß und Defekt sind zwei verschiedene Dinge

Das ist der wichtigste Punkt – und der, der am hĂ€ufigsten verwechselt wird.

Beides ist voneinander unabhĂ€ngig. Eine SSD kann 100 % Restlebensdauer melden und trotzdem defekt sein – wenn sie gleichzeitig unlesbare Sektoren hat. Deshalb gilt: Ein nachgewiesener Defekt schlĂ€gt jeden guten Verschleißwert. Die Restlebensdauer wird dann gar nicht mehr gefragt.

Grundsatz 2: Rot gibt es nur mit Beweis

Ein rotes Urteil entwertet ein Laufwerk. Deshalb vergibt das Tool Rot niemals wegen eines einzelnen Zahlenwerts, sondern nur, wenn mindestens einer dieser Defektbelege vorliegt:

Meldet ein Laufwerk dagegen nur eine kritische Restlebensdauer, ohne dass irgendein anderer Messwert das bestĂ€tigt, wird es nicht rot – es wird orange, mit dem offenen Hinweis, dass der Wert unbestĂ€tigt ist. Lieber eine ehrliche Unsicherheit als ein falscher Todesstoß.

Grundsatz 3: UnglaubwĂŒrdige Werte werden verworfen, nicht behauptet

Laufwerke melden gelegentlich Unsinn. Meldet eine SSD nach vier Jahren Betrieb eine geschriebene Datenmenge von 0,3 GB, dann ist nicht die SSD ungewöhnlich – dann ist ihr ZĂ€hler kaputt.

Solche Werte prĂŒft das Tool auf PlausibilitĂ€t. Was den Test nicht besteht, wird verworfen und fließt nicht in die Bewertung ein. Die Anzeige sagt dann ehrlich k.A. und nennt auf Klick den Grund.

Aus demselben Grund steht bei einem nicht gemeldeten Wert k.A. und nicht 0. Eine Null wÀre die Behauptung einer Messung, die es nicht gibt.

Grundsatz 4: SSD und Festplatte werden unterschiedlich bewertet

Eine SSD verschleißt durch Schreiben. Betriebsstunden sagen ĂŒber ihren Zustand fast nichts – eine SSD kann jahrelang laufen und dabei kaum abgenutzt sein.

Eine Festplatte hat keinen Flash-Verschleiß, sondern Mechanik. Bewertet wird deshalb ihr tatsĂ€chlicher Fehlerzustand, nicht ein Verschleißwert. Die Betriebsstunden fließen ergĂ€nzend ein: Nach Langzeitdaten aus großen Rechenzentren (Backblaze) steigt die Ausfallrate ab etwa fĂŒnf Jahren Dauerbetrieb statistisch spĂŒrbar. Ab rund 50.000 Stunden setzt das Tool eine fehlerfreie Platte deshalb auf Gelb – nicht weil sie kaputt wĂ€re, sondern weil Backups dann wichtiger werden. Zu Rot fĂŒhrt hohe Laufzeit allein nie.

Grundsatz 5: DatenlĂŒcken werden offengelegt

Konnte ein Wert nicht gelesen werden oder musste er verworfen werden, sagt das Tool das – in der Warnzeile und an der Stelle des Werts selbst. Sie sollen sehen können, worauf ein Urteil beruht und worauf nicht.

Deshalb gibt es auch die Ampelfarbe Grau. Sie bedeutet nicht „schlecht", sondern „ich weiß es nicht". Ein Werkzeug, das im Zweifel rĂ€t, wĂ€re wertlos.

Was das Tool nicht kann: Es kann keine Zukunft vorhersagen. Auch ein grĂŒn bewertetes Laufwerk kann morgen ausfallen – etwa durch einen Elektronikdefekt, den kein SMART-Wert ankĂŒndigt. Umgekehrt kann ein rot bewertetes Laufwerk noch monatelang laufen. Das Tool sagt, was messbar ist, nicht was passieren wird. Eine PrĂŒfung ersetzt kein Backup.

5. Die wichtigsten Werte verstÀndlich

WertBedeutung
SMART-Status Die SelbsteinschĂ€tzung des Laufwerks. PASSED heißt: Das Laufwerk hĂ€lt sich selbst fĂŒr in Ordnung – eine grobe Aussage, viele defekte Laufwerke melden trotzdem PASSED. k.A. (nicht gemeldet) heißt: Es gibt keine EinschĂ€tzung ab. Das ist etwas anderes als ein durchgefallener Test.
Restlebensdauer Bei SSDs der verbleibende Flash-Vorrat (100 % = neuwertig). Sinkt mit der geschriebenen Datenmenge. Sagt nichts ĂŒber bereits vorhandene Fehler.
Verbr. Lebensdauer Die Gegenzahl, sofern das Laufwerk sie direkt meldet.
Reserveblöcke ErsatzkapazitĂ€t fĂŒr ausgefallene Bereiche. Sinkt der Wert unter die Herstellerschwelle, ist das ein Defektbeleg.
Bisher geschrieben (TBW) Die gesamte auf die SSD geschriebene Datenmenge – das Maß fĂŒr die Abnutzung. AussagekrĂ€ftig wird sie erst im VerhĂ€ltnis zur KapazitĂ€t: 10 TB sind auf einer 256-GB-SSD sehr viel und auf einer 4-TB-SSD fast nichts. Die 1 rechnet das in volle SchreibdurchlĂ€ufe um.
Betriebsstunden Reine Einschaltzeit. 0 Std steht fĂŒr ein fabrikneues Laufwerk, k.A. nur, wenn der Wert gar nicht gemeldet wird. Bei SSDs kein Verschleißmaß, bei Festplatten ein statistischer Risikofaktor.
Temperatur Aktuelle Laufwerkstemperatur. Dauerhaft ĂŒber 65 °C ist ungĂŒnstig, ĂŒber 75 °C kritisch.
Umgesetzte Blöcke Bereiche, die das Laufwerk bereits gegen Reserve ersetzt hat. Einzelne sind unkritisch, ab zehn gilt es als Defektbeleg.
Schwebende Sektoren Bereiche, die beim Lesen nicht sicher entziffert werden konnten und zur PrĂŒfung vorgemerkt sind. Jeder Wert ĂŒber 0 ist ein Defektbeleg.
Offline unkorrigierbar Bereiche, die auch mit allen Korrekturverfahren nicht mehr zu retten waren – die Daten darin sind verloren. Jeder Wert ĂŒber 0 ist ein Defektbeleg.
Gemeldete Lesefehler Bereiche, die das Laufwerk lesen sollte und nicht liefern konnte – der Rechner hat dabei einen Lesefehler bekommen. Dieser ZĂ€hler ist nötig, weil ein Laufwerk einen schadhaften Bereich erst dann ersetzen kann, wenn wieder darauf geschrieben wird: Bei Daten, die nur gelesen werden – Fotos, Archive, alte Sicherungen – bleiben die umgesetzten Blöcke auf 0, obwohl das Laufwerk lĂ€ngst Bereiche nicht mehr herausrĂŒckt. Bei gesunden Laufwerken steht hier 0; ab zehn gilt es als Defektbeleg. Einzelne VorfĂ€lle darunter können von einem Wackelkontakt oder einem Stromausfall wĂ€hrend des Lesens stammen und fĂŒhren zu keiner Abwertung. Meldet ein Laufwerk diesen Wert nicht, steht k.A. – das ist keine schlechte Nachricht, sondern eine DatenlĂŒcke.
Medienfehler Das GegenstĂŒck bei NVMe-SSDs. Über 0 ist ein Defektbeleg.
CRC-Fehler Übertragungsfehler auf der Verbindung – Kabel, Stecker oder USB-BrĂŒcke –, nicht auf dem Laufwerk selbst. Der ZĂ€hler ist kumulativ und wird nie zurĂŒckgesetzt: Ein gleichbleibender Wert bedeutet keine neuen Fehler, nur ein steigender weist auf ein aktuelles Problem hin. Ein hoher Altbestand fĂŒhrt deshalb zu keiner Abwertung.
Lade-/Parkzyklen Nur bei Festplatten relevant: wie oft die Köpfe geparkt wurden. Übliche Auslegung rund 300.000. Deutlich mehr deutet auf aggressives Kopfparken (idle3) hin – mechanischer Verschleiß, aber kein Defekt und keine Abwertung. Vor Dauerbetrieb (NAS) prĂŒfenswert.
Start/Stopp-Zyklen AnlaufvorgÀnge der Mechanik.
Einschaltzyklen Wie oft das Laufwerk eingeschaltet wurde. Meldet es zusÀtzlich StromausfÀlle, erscheint die 1 mit dem Anteil und seiner Einordnung.
Windows-TRIM Systemweite Windows-Einstellung, keine Eigenschaft des Laufwerks. Nur fĂŒr SSDs relevant.

Die gelbe Ziffer und das ⓘ

Zwei Zeichen mit zwei verschiedenen Bedeutungen:

ⓘ neben einem Feldnamen erklĂ€rt den Wert allgemein. Es steht immer da, unabhĂ€ngig vom geprĂŒften Laufwerk.

1 hinter einem Wert meldet einen konkreten Befund an genau diesem Laufwerk – wie eine ungelesene Nachricht. Sie erscheint nur, wenn es wirklich etwas zu berichten gibt; die Ziffer sagt, wie viele Angaben dahinterstecken. Anklicken.

6. Echtheits-PrĂŒfung

Der Echtheits-Reiter prĂŒft die SMART-Werte auf innere WidersprĂŒche und erkennt damit den hĂ€ufigsten Gebraucht-Schwindel: zurĂŒckgesetzte ZĂ€hler bzw. ein als „neu" verkauftes, tatsĂ€chlich gebrauchtes Laufwerk. GeprĂŒft werden WidersprĂŒche zwischen Laufzeit, Verschleiß, Schreibmenge und Sektorfehlern.

Die Schwellen sind bewusst zurĂŒckhaltend gewĂ€hlt, damit neuwertige Laufwerke nicht fĂ€lschlich angeprangert werden. Eine grĂŒne Bewertung bedeutet: keine Hinweise auf manipulierte Werte gefunden.

Grenze: Eine vorgetĂ€uschte KapazitĂ€t (manipulierter Controller, der z. B. „2 TB" meldet, aber weniger hat) lĂ€sst sich auf diesem Weg nicht nachweisen – das erfordert einen vollstĂ€ndigen Schreib-/Lesetest des gesamten Laufwerks.

7. Messungsverlauf

Eine einzelne Prüfung ist eine Momentaufnahme. Mehrere Prüfungen ergeben einen Verlauf – und der beantwortet Fragen, die eine Momentaufnahme nicht beantworten kann.

Das ist kein Beiwerk, sondern schließt eine Lücke: An mehreren Stellen sagt dieses Programm sinngemäß „achte auf den Anstieg“ – bei CRC-Fehlern, bei umgesetzten Blöcken, bei schwebenden Sektoren. Sehen konnte es den Anstieg bisher nicht.

Aufzeichnen

Ab Werk hält das Programm bei jeder Prüfung die Kennzahlen fest. Abschalten lässt sich das unter ⚙ EinstellungenMessungsverlauf. Wer die laufende Aufzeichnung nicht möchte, kann dort mit Diese Messung jetzt sichern einzelne Stände gezielt festhalten.

Der Reiter „Verlauf“

BereichWas dort steht
Urteil oben Die Kernaussage über alle Messungen hinweg, mit Zeitraum und Anzahl – etwa „Unauffällig über 47 Messungen“.
Werteliste Je Kennzahl der erste und der aktuelle Wert, die Veränderung und – in der letzten Spalte – was das bedeutet. Angezeigt wird nur, was das Laufwerk auch liefert.
Diagramm Zeichnet den Verlauf der angeklickten Zeile.
Die letzte Spalte ist der eigentliche Gewinn. Ein Zahlenpaar sagt wenig; erst die Einordnung macht daraus eine Aussage – etwa „52 am Tag, jetzt bei 28 % der Auslegungsgrenze, noch rund 11 Jahre“ oder „seit 95 Tagen kein neuer CRC-Fehler – die Verbindung ist in Ordnung“.

Drei Arten von Diagramm

Die Form richtet sich nach dem Wert, denn die Werte beantworten verschiedene Fragen. Das Programm wählt sie selbst.

FormWofürWas man sieht
Kurve mit Balken Werte, die zwangsläufig laufen: Betriebsstunden, Schreibmenge, Verschleiß, Zyklen Die Kurve zeigt, wie gleichmäßig es geht; der Balken daneben, wie weit es bis zu einer Grenze noch ist
Zeitleiste Werte, die null bleiben sollen: CRC, Sektoren, Lesefehler Ein Punkt je Messung. Ist etwas passiert, färbt sich der Balken ab dieser Stelle – so sieht man sofort, ob ein Vorfall frisch ist oder längst zurückliegt
Spannenband Werte, die schwanken: Temperatur Der Bereich, in dem sich der Wert bewegt, vor den Warnschwellen des Programms

Bei einer Kurve mit Grenze steht hinter der Überschrift ein ⓘ. Dahinter ist erklärt, woher die Marke stammt – und dass sie eine Warnschwelle ist und keine Ausfallgrenze.

Frühere Messungen einlesen

Wer das Programm schon länger benutzt, hat Berichte und DIAG-Archive auf der Platte – jede Datei ist eine Messung. Über Alte Berichte und DIAG-Archive einlesen wird ein Ordner gewählt; Unterordner werden mitgenommen.

Werte, die nicht zur Messreihe passen, lässt das Programm dabei aus. Ein Zähler kann nicht kleiner werden, eine Restlebensdauer nicht steigen – solche Sprünge stammen aus Korrekturen der Auswertung in früheren Programmfassungen und sagen nichts über das Laufwerk. Am Ende steht, was übersprungen wurde und warum.

Sicherung

Der Verlauf ist das Einzige, was dieses Programm erzeugt und was sich nicht wiederbeschaffen lässt: Ein Bericht kann jederzeit neu gedruckt werden, eine Messung von vor drei Monaten nicht.

Verlauf jetzt sichern legt eine Kopie im Verzeichnis _Backups neben den Programmen ab, benannt nach Tool und Zeitpunkt. Findet das Programm später einen leeren Verlauf, obwohl dort eine Sicherung liegt – die Lage nach einer Neuinstallation –, bietet es die Rückholung von selbst an. Dabei wird nur ergänzt, nie überschrieben.

Zur Seriennummer: Die Verlaufsdateien enthalten die Seriennummer des Laufwerks – nur sie ordnet eine Messung zweifelsfrei demselben Gerät zu; Modell und Größe genügen nicht, sobald zwei gleiche Geräte im Einsatz sind. Die Dateien bleiben auf Ihrem Rechner. In DIAG-Dateien, die Sie einsenden, wird die Nummer wie bisher entfernt.

8. Anschluss & Auslesbarkeit

Die zuverlĂ€ssigsten Ergebnisse liefern direkt (intern per SATA/M.2) oder ĂŒber einen USB-SATA-/USB-NVMe-Adapter mit SMART-Durchleitung angeschlossene Laufwerke.

Bei Laufwerken in einem RAID-/Intel-RST-System sind die SMART-Werte herstellerbedingt oft nicht auslesbar. Das Programm zeigt dann offen „SMART nicht verfĂŒgbar" und – soweit möglich – eine grobe Windows-EinschĂ€tzung, statt einen Zustand vorzutĂ€uschen. Zum vollstĂ€ndigen PrĂŒfen das Laufwerk ausbauen und per Adapter anschließen.
Das GehĂ€use verĂ€ndert das Ergebnis. Dasselbe Laufwerk kann an zwei verschiedenen AnschlĂŒssen unterschiedlich viele Werte liefern – manche BrĂŒcken und Docking-Stationen reichen einzelne SMART-Seiten nicht durch. Steht bei einem Wert k.A., obwohl Sie ihn erwarten: anderen Anschluss oder direkt per SATA probieren. Kartenleser und USB-Sticks haben gar kein SMART.

9. DIAG, Bericht & Dateien

Bericht

📄 Bericht erstellt einen ĂŒbersichtlichen HTML-PrĂŒfbericht zum Speichern, Drucken oder Weitergeben – ideal als Beleg beim Gebrauchtverkauf. Er enthĂ€lt die Seriennummer; wenn das nicht gewĂŒnscht ist, vor der Weitergabe entfernen.

Ausdruck: Der Bericht ist fĂŒr A4 hochkant bei 100 % eingerichtet – ein Verkleinern im Browser ist nicht nötig. Passt der Inhalt nicht auf ein Blatt, wird an einer sinnvollen Stelle umgebrochen: Ein Abschnitt wird nie auseinandergerissen, sondern wandert vollstĂ€ndig auf die nĂ€chste Seite.

DIAG (Ferndiagnose)

Das DIAG-MenĂŒ richtet sich an Tester und ist standardmĂ€ĂŸig ausgeblendet. Einschalten unter đŸ–” Ansicht → DIAG-MenĂŒ anzeigen (Tester). Danach erscheint oben 🔧 DIAG mit:

In beiden FĂ€llen entsteht genau eine verschlĂŒsselte .7z-Datei im Ordner S-IT-Diagnose neben dem Programm. Sie kann zur Analyse an tool-entwicklung@sattler-it.de gesendet werden. DIAG funktioniert auch bei Laufwerken, die sich nicht regulĂ€r bewerten lassen – dann enthĂ€lt die Datei die Fehlermeldung, was fĂŒr die Ferndiagnose besonders wertvoll ist.

Datenschutz: Die DIAG-Datei enthĂ€lt keine Seriennummer – sie wird vor dem Schreiben entfernt. Der vollstĂ€ndige SMART-Dump enthĂ€lt sie und wird deshalb ausschließlich verschlĂŒsselt gespeichert. Es entsteht nichts automatisch und es wird nichts automatisch verschickt – nur auf Ihren ausdrĂŒcklichen Aufruf hin. Das Programm sendet von sich aus nichts: keine Telemetrie, kein Aufruf nach außen, keine Registrierung.

Dateien im Programmordner

DateiInhalt
S-IT-SSD-Check.exeHauptprogramm
smartctl.exe Ausleseprogramm (smartmontools, GPLv2) – wird zwingend benötigt
drivedb.h Laufwerks-Datenbank von smartctl – sorgt fĂŒr sprechende Attributnamen
7z.exe Wird fĂŒr die Erstellung der verschlĂŒsselten Diagnose-Dateien im DIAG-MenĂŒ verwendet. Muss die Kommandozeilen-Version sein; 7zG.exe (OberflĂ€che) und 7zr.exe (Mini-Version) verstehen die nötigen Befehle nicht.
S-IT-SSD-Check-Hilfe.htmlDiese Hilfe-Datei
S-IT-SSD-Check-Help.html
S-IT-SSD-Check-Help-nl.html
Dieselbe Hilfe auf Englisch und NiederlÀndisch. Ist eine andere Sprache eingestellt, öffnet der Hilfe-Knopf die passende Fassung.
sit_ssdtexte_*.scl Sprachpakete. VerschlĂŒsselt ausgeliefert – das dient der Textkonsistenz, nicht der Geheimhaltung: Texte, die nicht mehr zu den Werten passen, erzeugen RĂŒckfragen zu Fehlern, die keine sind. Deutsch ist fest eingebaut und braucht keine Datei.
S-IT-Verlauf\ Ordner mit den aufgezeichneten Messungen, je Laufwerk eine Datei. EnthĂ€lt Kennzahlen, Datum und Seriennummer. Zum Löschen genĂŒgt es, den Ordner oder einzelne Dateien zu entfernen.
..\_Backups\ Liegt eine Ebene höher, gemeinsam fĂŒr alle S-IT-Tools: die Sicherungen des Messungsverlaufs, benannt nach Tool und Zeitpunkt.
Disclaimer.txt Haftungsausschluss – bitte vor der Nutzung lesen
s-it-iconSSD.icoProgrammsymbol
SSD-Check-config.ini Einstellungen – wird bei Bedarf selbst angelegt
Alle Dateien gehören in denselben Ordner. Fehlt die Hilfe-Datei, öffnet der Knopf ? Hilfe ersatzweise ein einfaches internes Fenster.

10. HĂ€ufige Fragen (FAQ)

SmartScreen oder das Antiviren-Programm blockiert die Datei

Da es sich um ein unabhĂ€ngig entwickeltes Windows-Tool handelt, kann es vorkommen, dass Windows SmartScreen oder installierte Internet-Security-Programme die Datei zunĂ€chst als unbekannt einstufen. Das Programm enthĂ€lt keine Schadsoftware. In diesem Fall fĂŒgen Sie das Programm bitte als vertrauenswĂŒrdig bzw. als Ausnahme in Ihrer Sicherheitssoftware hinzu.

Es erscheint „SMART nicht verfĂŒgbar"

Das Laufwerk wird vermutlich intern in einem RAID-/Intel-RST-System betrieben, das den direkten Zugriff blockiert (siehe Abschnitt 7). Zum vollstĂ€ndigen PrĂŒfen das Laufwerk ausbauen und per SATA/USB-Adapter anschließen.

Bei „Betriebsstunden" steht 0 – ist das ein Fehler?

Nein. 0 Std bedeutet, dass das Laufwerk tatsĂ€chlich noch keine Betriebszeit hat – also fabrikneu ist. Nur wenn der Wert gar nicht gemeldet wird, steht k.A.

Warum steht bei einem Wert „k.A." statt einer Zahl?

DafĂŒr gibt es drei mögliche GrĂŒnde, und der Bericht nennt sie einzeln: Entweder meldet das Laufwerk den Wert nicht, oder der Anschluss reicht ihn nicht durch, oder der gemeldete Wert war unglaubwĂŒrdig und wurde verworfen (siehe Grundsatz 3). Bei verworfenen Werten steht der Grund auf Klick hinter der 1.

Die Restlebensdauer ist hoch, das Urteil trotzdem „Tauschen!" – ein Widerspruch?

Nein, das ist Absicht und der Kern der Bewertung. Der Verschleißwert sagt, wie viel Flash-Leben rechnerisch ĂŒbrig ist. Er sagt nichts darĂŒber, ob das Laufwerk gerade Sektoren verliert. Siehe Grundsatz 1. Welcher Messwert das Urteil trĂ€gt, steht im Reiter Zustand & Empfehlung.

CrystalDiskInfo zeigt etwas anderes an – wer hat recht?

Meist beide, die Werte stammen aus derselben Quelle. Unterschiede entstehen durch die Auslegung: Manche Programme rechnen herstellerabhĂ€ngige Rohwerte in Prozente um, die so nicht gemeint sind. Dieses Tool verzichtet bewusst darauf und nutzt nur Werte, die ein Laufwerk eindeutig meldet. Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle – zwei Messungen mit einer Stunde Abstand zeigen unterschiedliche Temperaturen und Betriebsstunden.

Das Programm wirkt auf meinem Bildschirm zu klein oder zu groß

Öffnen Sie đŸ–” Ansicht und wĂ€hlen Sie eine andere Skalierung (80 % bis 200 %). â†ș Automatisch stellt die selbsttĂ€tige Anpassung wieder her. Das Programm startet nach dem Ändern automatisch neu, die Einstellung bleibt erhalten. Die FenstergrĂ¶ĂŸe selbst lĂ€sst sich im selben MenĂŒ mit FenstergrĂ¶ĂŸe speichern festhalten.

Kann ich das Tool von einem USB-Stick verwenden?

Ja, das Tool ist portabel. Kopieren Sie alle Dateien aus dem Programmordner auf den USB-Stick. Die Einstellungen werden neben der EXE gespeichert.

Das Laufwerk ist alt, aber „gesund" – kann ich mich darauf verlassen?

Ein „gesundes" Ergebnis bedeutet „aktuell keine Warnzeichen" – nicht „garantiert sicher". Ein Teil der AusfĂ€lle kĂŒndigt sich in den SMART-Werten nicht vorher an.

Wichtig: Eine PrĂŒfung ersetzt kein Backup. Die einzige verlĂ€ssliche Sicherheit gegen Datenverlust ist ein aktuelles Backup – unabhĂ€ngig von Alter, Ampelfarbe oder PrĂŒfergebnis.

11. Verwendete Fremdprogramme & Lizenzen

S-IT SSD-Check nutzt zwei quelloffene Fremdprogramme. Beide werden unverÀndert mitgeliefert; ihre vollstÀndigen Lizenztexte liegen im Ordner 3rd-Party-Licenses im Programmordner.

ProgrammVerwendung & Lizenz
smartctl.exe
(smartmontools)
Liest die SMART-Werte der Laufwerke aus – die Grundlage jeder Bewertung. Lizenziert unter der GNU GPL v2. Quellcode und Projekt: www.smartmontools.org
7z.exe
(7-Zip)
Wird fĂŒr die Erstellung der verschlĂŒsselten Diagnose-Dateien (DIAG-MenĂŒ) verwendet. Teile des 7-Zip-Programms von Igor Pavlov, lizenziert unter der GNU LGPL. Quellcode und Projekt: www.7-zip.org
S-IT SSD-Check selbst ist Freeware von Sattler IT-Service. Die beiden Fremdprogramme behalten ihre jeweilige Lizenz; ihre Weitergabe erfolgt im Rahmen der GPL bzw. LGPL.

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