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🔍 Performance-Test und Scan-Last

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Diese Seite beschreibt, wie der LAN-Performance-Test arbeitet, was dabei auf dem ausgewählten Ziel geschieht und wie sich die Intensität des Netzwerk-Scans einstellen lässt. Die Angaben gelten ab Version 3.22.21.

Was macht der LAN-Performance-Test mit dem Zielgerät?

Er schreibt eine Testdatei in einen Ordner, den Sie auswählen, liest sie sofort wieder zurück und misst dabei die Zeit. Technisch ist das dasselbe, als würden Sie im Explorer eine Datei auf eine Freigabe kopieren und wieder zurückholen. Es werden keine Rohdaten an einen Netzwerkanschluss geschickt, keine Pakete erzeugt und keine Ports beansprucht. Angesprochen wird ausschließlich das Ziel, das Sie eingetragen haben – ein Gerät, auf das Sie nicht schreiben, bleibt vom Test vollständig unberührt.

Die übertragene Datenmenge spielt für die Geräte dabei keine Rolle: Netzwerkanschlüsse sind galvanisch getrennt aufgebaut, und die Übertragungsrate gibt die Hardware fest vor. Mehr, als die Verbindung hergibt, kann kein Programm hineinschicken – der Test bewegt sich also immer innerhalb dessen, wofür die Geräte gebaut sind.

Was genau passiert beim Performance-Test?

Ein Messzyklus besteht aus vier Schritten, die sich wiederholen, bis Sie auf ⏹ STOPP drücken:

SchrittWas passiert
1. Schreiben Eine Testdatei _sit_lan_test.tmp in der gewählten Größe (1, 4, 16 oder 64 MB) wird in den Zielordner geschrieben, die Dauer gestoppt
2. Lesen Dieselbe Datei wird sofort wieder eingelesen, die Dauer erneut gestoppt
3. Anzeigen Aus Größe und Zeit ergeben sich Schreib- und Leserate, die in der Kurve und im Protokoll erscheinen
4. Wiederholen Der Zyklus beginnt von vorn, bis Sie ihn beenden; danach wird die Testdatei gelöscht
Kleine Datei, große Datei: 1 MB zeigt eher, wie schnell das Netz reagiert; 64 MB zeigt eher die tatsächliche Dauergeschwindigkeit. Für einen ersten Eindruck genügen 4 MB.

Belastet der Test mein NAS oder meinen Server?

Für die Dauer der Messung erzeugt er eine fortlaufende Schreib- und Lese-Aktivität – vergleichbar mit einem geplanten Backup-Lauf oder einer nächtlichen Synchronisation. Der Unterschied ist nur, dass sie ohne Pause weiterläuft, bis Sie den Test beenden. Auf einem Gerät, mit dem gerade jemand arbeitet, können dessen Zugriffe dadurch langsamer werden. Auf einem produktiv genutzten Server sollten Sie den Test deshalb nicht über Stunden laufen lassen.

Man sollte wissen: Es wird tatsächlich geschrieben. Auf Flash-Speicher – etwa einem SSD-NAS oder einem USB-Stick am Router – bedeutet jeder Schreibvorgang einen minimalen Verschleiß. Bei einigen Minuten Messung fällt das nicht ins Gewicht; für einen tagelangen Dauerlauf ist das Werkzeug nicht gedacht.

Das ist keine Eigenheit dieses Programms, sondern liegt in der Sache: Wer wissen will, wie schnell Dateien tatsächlich ankommen, muss Dateien schreiben und wieder lesen – das Laufwerk am anderen Ende muss antworten. Die Datenträgerprüfung von Windows und die Prüfprogramme der Laufwerkshersteller arbeiten genauso. Messungen ganz ohne Schreibvorgang gibt es zwar, sie prüfen aber nur die Leitung und nicht die Strecke, die Ihre Daten in der Praxis nehmen.

Im Zielordner liegt eine Datei _sit_lan_test.tmp – was ist das?

Das ist die Testdatei der Geschwindigkeitsmessung. Normalerweise wird sie nach dem Test automatisch gelöscht. Bricht die Verbindung während einer Messung ab oder wird das Programm hart beendet, kann sie zurückbleiben. Sie können sie bedenkenlos löschen.

Können intensive Scans Drucker oder Router beeinträchtigen?

Kurzzeitig ausbremsen: ja, das kommt vor. Bleibende Folgen hat es nicht. Kleine eingebettete Geräte wie Drucker, Netzwerkkameras oder ältere Router haben nur einen sehr schlanken Netzwerk-Baustein. Viele gleichzeitige Verbindungsversuche können sie ausbremsen; in seltenen Fällen hilft ein Neustart des Geräts, damit es wieder zügig antwortet.

Das ist keine Eigenheit dieses Programms – dieselbe Reaktion kann die Netzwerkerkennung von Windows oder ein Bordmittel wie ping auslösen. Weil uns bewusst war, dass Netzwerkgeräte unterschiedlich empfindlich auf Anfragen reagieren, bietet der Scanner von vornherein mehrere Intensitätsstufen an, zwischen denen Sie in den Einstellungen frei wählen.

Sie entscheiden, wie gründlich geprüft wird. Weil Geräte im Netz unterschiedlich empfindlich reagieren, legt der Scanner die Intensität nicht selbst fest, sondern überlässt sie Ihnen. Die Stufe „Sicher" spricht jedes Gerät nur per Ping an, „Standard" ergänzt die ARP-Abfrage. Der Port-Scan ist ein eigener Schalter. Weniger Verfahren bedeutet weniger Anfragen pro Gerät – und nebenbei einen zügigeren Durchlauf. Der Preis ist die Trefferquote: Ein Gerät, das auf Ping nicht antwortet, kann dabei unentdeckt bleiben.

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