📖 S-IT LAN Device Scanner – Hilfe

Version 3.22.21  •  Build 2026.08.17  •  © 2026 Hans Udo Sattler  •  Sattler IT-Service, Greifenstein

Inhaltsverzeichnis

  1. Schnellstart
  2. Programmoberfläche im Überblick
  3. Scan durchführen
  4. Scan-Ergebnisse verstehen
  5. Einstellungen
  6. Eigene Gerätezuordnungen (S-IT-Custom.ini)
  7. Tab 4: LAN-Performance & WLAN
  8. Tab 5: Firewall-Ausnahmen
  9. Diagnose (DIAG) – für Tester
  10. Dateien, Updates und Sicherung
  11. Häufige Fragen (FAQ)

1. Schnellstart

Erster Scan in 3 Schritten

  1. Programm startenS-IT-LanScanner.exe doppelklicken. Bei Bedarf Administratorrechte bestätigen (für ARP-Scan empfohlen).
  2. Netzwerk wählen – Im Dropdown oben links das gewünschte Netzwerk auswählen (wird automatisch erkannt).
  3. Scan starten – Auf ▶ Scan starten klicken. Nach dem Scan erscheinen alle gefundenen Geräte in der Liste.
Tipp: Aktivieren Sie in den Einstellungen den Port-Scan, um Dienste und das Betriebssystem genauer zu erkennen. Der Scan dauert dann länger, liefert aber deutlich mehr Informationen.

2. Programmoberfläche im Überblick

Schaltflächen in der Toolbar

Die Toolbar im Tab „LAN-Scanner" enthält die Scan-Funktionen:

SchaltflächeFunktion
▶ Scan starten Startet den Netzwerkscan im gewählten Netzwerk
⏹ Scan stoppen Bricht einen laufenden Scan ab
📋 Logs & Reports Öffnet die Log-Verwaltung mit allen gespeicherten Scans
🔄 OUI-Update Öffnet die OUI-Verwaltung: Hersteller-DB aktualisieren und eigene Zuordnungen pflegen

Buttons im Header (immer sichtbar)

Diese Buttons sind dauerhaft oben rechts im Header sichtbar – unabhängig vom aktiven Tab immer erreichbar:

SchaltflächeFunktion
🔧 DIAG Öffnet die Diagnose-Werkzeuge. Nur sichtbar, wenn unter ⚙ Konfig → Diagnose eingeschaltet – im Normalbetrieb ausgeblendet. Siehe Abschnitt 10.
⚙ Konfig Öffnet die Einstellungen – enthält rechts die Darstellungsgröße / Skalierung (90–300 %) für HiDPI- und UHD-Monitore.
? Hilfe Öffnet dieses Hilfefenster
F11 Blendet den Header ein oder aus – mehr Platz für die Geräteliste
✖ Beenden Beendet das Programm

Tabs

3. Scan durchführen

Welchen Bereich soll ich scannen?

Das Netzwerk-Feld oben links bestimmt, welche Adressen geprüft werden. Es ist eine Auswahlliste und ein Eingabefeld: Die automatisch erkannten Netze stehen zur Auswahl bereit – Sie können aber auch einfach hineintippen.

SchreibweiseBeispielBedeutung
Von–bis 192.168.0.1-192.168.0.50 Alle Adressen von der ersten bis zur letzten – die einfachste Schreibweise
Kurzform 192.168.0.1-50 Dasselbe, nur der letzte Adressblock wird angegeben
Ganzes Netz 192.168.0.0/24 Fachschreibweise (CIDR) für ein komplettes Netz
Einzelnes Gerät 192.168.0.7 Nur diese eine Adresse prüfen

Ein kleinerer Bereich ist deutlich schneller: Statt 254 Adressen werden nur die geprüft, die Sie wirklich interessieren. Bei sehr großen Bereichen fragt das Programm vorher nach, damit ein Scan nicht versehentlich stundenlang läuft.

Wenn eine Eingabe nicht angenommen wird: Das Programm sagt in verständlichem Deutsch, was nicht stimmt – etwa wenn die zweite Adresse vor der ersten liegt. Kontrollieren Sie Punkte und Bindestrich; Leerzeichen sind unkritisch.

Scan-Intensität

Die Scan-Intensität bestimmt wie aggressiv das Netzwerk abgefragt wird. Einstellbar unter ⚙ Konfigurieren → Scan-Intensität:

ModusMethodeEmpfehlung
Sicher Nur Ping (ICMP) Für empfindliche Netzwerke, ältere Drucker oder wenn nach dem Scan Geräte nicht mehr erreichbar waren
Standard Ping + ARP-Scan Für Heimnetzwerke – findet mehr Geräte als der sichere Modus
Intensiv Ping + ARP + Scapy Für professionelle Umgebungen. Benötigt Administratorrechte. Kann auf manchen Routern die Verbindung kurzzeitig unterbrechen
Hinweis zu Druckern: Ältere Netzwerkdrucker (z.B. Brother HL-Modelle) können auf aggressive ARP-Floods mit einem Verbindungsausfall reagieren. Nutzen Sie in solchen Netzwerken den Modus Sicher.

Port-Scan

Der optionale Port-Scan (aktivierbar in den Einstellungen) prüft bekannte Dienste-Ports pro Gerät und verbessert die Betriebssystem-Erkennung erheblich. Er verlängert die Scan-Zeit, liefert aber deutlich mehr Informationen – besonders welche Dienste ein Gerät anbietet (Web-Interface, SSH, RDP usw.).

4. Scan-Ergebnisse verstehen

Spalten in der Geräteliste

SpalteBedeutung
🌐Web-Interface verfügbar – anklicken öffnet den Browser
IP-AdresseAktuelle IP im Netzwerk
HostnameName des Geräts (per DNS/NetBIOS aufgelöst)
MAC-AdresseHardware-Adresse der Netzwerkkarte
HerstellerAus der OUI-Datenbank ermittelt
Offene PortsGefundene Dienste (nur bei aktiviertem Port-Scan)
BetriebssystemErkanntes OS (TTL + Hostname + Hersteller + Ports)
InfoZusätzliche Geräteinformationen

Zeilenfarben

FarbeBedeutung
BlauWindows-PC oder Windows-Server
GrünLinux, Unix oder ähnliche Systeme
RosaApple (macOS, iOS)
LilaMobiles Gerät (Android, iOS)
GelbNetzwerkgerät (Router, Switch, Access Point)
OrangeDrucker oder MFP
HellblauNAS-Gerät
GrauVirtuelle Maschine

Tastenkürzel

TasteFunktion
F11Kopfbereich ein-/ausblenden – mehr Platz für die Geräteliste (auch als Button im Header)
DoppelklickGeräte-Details anzeigen
RechtsklickKontextmenü mit Aktionen

Aktionen per Doppel- und Rechtsklick

Doppelklick auf ein Gerät öffnet das Detail-Fenster mit allen Informationen, Port-Details und Schnellaktionen.

Rechtsklick öffnet das Kontextmenü mit folgenden Optionen:

5. Einstellungen

Die Einstellungen erreichen Sie über ⚙ Konfigurieren. Alle Einstellungen werden automatisch in der Datei S-IT-LanScanner.ini gespeichert.

Scan-Optionen

Scan-Intensität

Sicher / Standard / Intensiv – siehe Abschnitt 3.

Darstellung

HTML-Report

Wenn „HTML-Report nach Scan automatisch im Browser öffnen" aktiviert ist, öffnet sich der Scan-Report nach jedem Scan automatisch im Standard-Browser. Dies kann hier deaktiviert werden.

Log-Verzeichnis

Hier können Sie festlegen, wo Scan-Logs und HTML-Reports gespeichert werden. Standard: [Programmverzeichnis]\Logs

Darstellungsgröße / Skalierung

Skaliert die gesamte Oberfläche. Wählbar sind 90 / 100 / 125 / 150 / 175 / 200 / 250 / 300 %. Die Stufe 90 % ist kompakt und schafft mehr Platz bei Tabellen – oft von Vorteil bei Full-HD mit 125 % Windows-Skalierung. Welche Stufe wofür geeignet ist, steht im ⓘ-Knopf neben der Überschrift. Eine Änderung wirkt nach einem Neustart, der beim Speichern angeboten wird.

Programmstart

Das Kästchen „🛡 Als Administrator starten" (Voreinstellung an) fordert die Administratorrechte gleich beim Programmstart an. Der Scanner braucht sie für die Netzwerk-Reparatur, den ARP-Cache, den Scapy-Scan und den Firewall-Tab. Beim Start erscheint dann die Windows-Abfrage (Benutzerkontensteuerung, UAC). Wer bewusst ohne Adminrechte arbeitet, nimmt den Haken heraus – dann entfällt die Abfrage, und die genannten Funktionen melden bei Bedarf selbst, dass sie Rechte brauchen. Unten links in der Statuszeile zeigt eine dauerhafte Anzeige den tatsächlichen Zustand: 🛡 Admin oder 🛡 kein Admin.

Fenster

Mit „🗖 Fenstergröße speichern" merkt sich das Programm beim Beenden die Größe des Hauptfensters und stellt sie beim nächsten Start wieder her. Die gespeicherte Größe gilt je Skalierungsstufe: nach einem Wechsel der Skalierung startet das Fenster einmal in Standardgröße und merkt sich die Größe danach neu – so passen Größe und Platzbedarf immer zusammen.

ℹ Konfig-Fenster: Bei hoher Skalierung wird das Einstellungsfenster größer als der Bildschirm. Es ist deshalb in beide Richtungen scrollbar (Mausrad senkrecht, Umschalt+Mausrad waagerecht); die Knöpfe Speichern und Abbrechen bleiben dabei immer unten sichtbar.

Diagnose

Das Kästchen „🔧 DIAG-Werkzeuge anzeigen" blendet oben im Header den Knopf 🔧 DIAG ein. Standardmäßig ist es aus – für den normalen Betrieb wird die Diagnose nicht gebraucht. Näheres in Abschnitt 10.

6. Eigene Gerätezuordnungen (S-IT-Custom.ini)

Manchmal erkennt der Scanner ein Gerät nicht korrekt – zum Beispiel weil ein neues Gerät noch nicht in der OUI-Datenbank ist, oder weil ein Gerät einen ungewöhnlichen TTL-Wert hat. Mit der S-IT-Custom.ini können Sie eigene Zuordnungen dauerhaft hinterlegen.

Wichtig: Die S-IT-Custom.ini hat höchste Priorität – sie überschreibt die OUI-Datenbank und alle automatischen Erkennungen. Sie wird bei OUI-Updates niemals überschrieben.

Methode 1: Rechtsklick direkt in der Geräteliste

Das ist der einfachste Weg:

  1. Scan durchführen
  2. Gerät mit falscher Erkennung rechts anklicken
  3. „✏ Eigene Zuordnung setzen …" wählen
  4. Den richtigen Wert eingeben und die gewünschte Speichermethode wählen:
    • IP-Adresse – gilt nur für diese eine IP (ideal für feste IPs)
    • Hostname-Pattern – gilt für alle Geräte mit diesem Hostname-Muster (ideal für Geräte-Typen)
    • OUI / Hersteller – gilt für alle Geräte dieses Herstellers (ideal wenn alle Geräte einer MAC-Serie falsch erkannt werden)
  5. Auf „✔ Speichern" klicken – gilt ab dem nächsten Scan

Methode 2: OUI-Verwaltungsfenster

Über 🔄 OUI-Update → Tab „✏ Eigene Zuordnungen" können Sie alle Einträge übersichtlich verwalten: hinzufügen, bearbeiten und löschen.

Der Editor hat drei Unter-Tabs:

Dateiformat S-IT-Custom.ini

Die Datei liegt im Programmordner und kann auch manuell bearbeitet werden:

; S-IT-Custom.ini – Eigene Prioritäts-Zuordnungen
; Wird vom OUI-Updater NICHT überschrieben.

[OUI]
; MAC-Präfix (6 Hex) = Hersteller-Bezeichnung
CC7314 = Cubot (Android)
B4ADA3 = CVTE Smartboard

[Hostname]
; Hostname-Pattern = OS-Bezeichnung
T65Plus = Android
TL-WPA = TP-Link Powerline

[IP]
; IP-Adresse = OS-Bezeichnung (höchste Priorität)
192.168.0.38 = Embedded (Smartboard)
Prioritätsreihenfolge: IP-Zuordnung > Hostname-Pattern > OUI-Zuordnung > Automatische Erkennung

7. Tab 3: Netzwerk-Einstellungen

Dieser Tab prüft die Windows-Einstellungen des eigenen Rechners, die darüber entscheiden, ob Freigaben, NAS-Geräte, Netzwerkdrucker und der FritzBox-USB-Speicher überhaupt erreichbar sind. Er scannt also nicht das Netzwerk, sondern schaut nach innen: Woran liegt es, dass ein Gerät zwar da ist, aber nicht funktioniert?

Ein Klick auf „Alle Einstellungen prüfen" geht sämtliche Punkte durch. Wo etwas nicht stimmt, steht rechts ein Knopf, der es in Ordnung bringt.

Die Farben verstehen

FarbeBedeutung
Grün Alles in Ordnung – hier ist nichts zu tun.
Gelb Hinweis. Kein Fehler, aber etwas, das man bewusst so eingestellt haben sollte – etwa ein aktiver SMB1-Client.
Rot Warnung. Entweder eine Funktion fehlt, die für Freigaben gebraucht wird, oder eine Einstellung ist ein echtes Sicherheitsrisiko.
Grau Nur zur Information, kein Handlungsbedarf.
Warum ist ein Knopf manchmal grau? Ein Knopf auf einer grünen Zeile führt immer zurück in den weniger sicheren Zustand, etwa „← Aktivieren" bei einem abgeschalteten SMB1-Server. Solche Rücksetz-Knöpfe sind bewusst dezent gehalten, damit man nicht versehentlich daraufklickt. Sie funktionieren ganz normal.

Was geprüft wird

Netzwerkprofil & Sichtbarkeit – Steht das Netzwerk auf „Privat"? In einem als „Öffentlich" eingestuften Netz blockiert Windows Freigaben grundsätzlich. Dazu Netzwerkerkennung sowie Datei- und Druckerfreigabe.

Windows-Dienste – Laufen die Dienste, die für Freigaben nötig sind? Geprüft werden Server, Workstation, Funktionssuche-Ressourcenveröffentlichung und DNS-Client.

SMB / Dateifreigaben – Der umfangreichste Bereich: SMB1-Client, SMB1-Server und die 15-Tage-Automatik (siehe unten), SMB2/SMB3, unsichere Gastzugänge, NTLM-Kompatibilität und die SMB-Signierung.

Firewall & Ports – Ist der SMB-Port 445 eingehend geöffnet, sind die NetBIOS-Regeln aktiv, und in welchem Zustand ist die Windows-Firewall?

SMB1: warum drei Zeilen?

SMB1 ist das alte Dateifreigabe-Protokoll, das viele ältere NAS-Geräte, Netzwerkdrucker und Kopierer noch brauchen. Es besteht aus mehreren voneinander unabhängigen Teilen, und deshalb gibt es drei getrennte Zeilen:

ZeileWofür
SMB1-Client Damit dieser PC auf alte Geräte zugreifen kann. Der häufige Fall.
SMB1-Server Damit alte Geräte auf die Freigaben dieses PCs zugreifen können, etwa ein Kopierer, der Scans ablegt. Die gefährlichere Seite.
SMB1 dauerhaft halten Windows entfernt SMB1 nach 15 Tagen ohne Nutzung von selbst. Diese Zeile schaltet die Automatik ab – wichtig bei längeren Betriebspausen.
SMB1 ist ein Sicherheitsrisiko. Über diese Lücke verbreitete sich seinerzeit WannaCry. Schalten Sie SMB1 nur ein, solange ein Altgerät es wirklich braucht – und schalten Sie es wieder ab, sobald das Gerät ersetzt ist. Der SMB1-Server ist dabei kritischer als der Client.

Reparatur-Werkzeuge

Unterhalb der Prüfliste stehen Werkzeuge für Fälle, in denen die Einstellungen stimmen, aber trotzdem nichts geht. Jedes erklärt vor der Ausführung in einem eigenen Fenster, was es macht, wann es sinnvoll ist und welches Risiko besteht.

WerkzeugTypischer Anlass
DNS-Cache leeren Gerät hat eine neue IP bekommen, der Hostname zeigt noch auf die alte
NetBIOS-Cache leerenAlter Rechnername taucht weiter auf
ARP-Cache leerenGerät antwortet nicht mehr, obwohl es online ist
LLDP-Topologie-CacheNetzwerkkarte zeigt veraltete Verbindungen
TCP/IP-Stack zurücksetzenNetzwerk funktioniert grundsätzlich nicht mehr
Winsock zurücksetzenProgramme bauen keine Verbindungen mehr auf
NLA-Cache zurücksetzenNetzwerk bleibt „Öffentlich", obwohl es privat ist
Drucker-Spooler zurücksetzenDruckaufträge hängen fest
Netzlaufwerke anzeigenÜbersicht der gespeicherten Verbindungen
Alle Verbindungen trennenAnmeldung an einem NAS mit falschem Konto lösen

Administratorrechte und Neustart

Die Prüfung läuft immer. Die Reparatur-Knöpfe brauchen Administratorrechte – ohne sie erscheint ein Hinweis oben im Tab. Am einfachsten ist es, den Scanner grundsätzlich als Administrator zu starten (⚙ Konfigurieren → Programmstart).

Änderungen an Windows-Funktionen wirken erst nach einem Neustart. Das betrifft vor allem SMB1: Windows lädt die Dateien beim Einschalten nach. Bis zum Neustart zeigt die Prüfung weiterhin den bisherigen Zustand – das ist kein Fehler. Das Programm startet Ihren Rechner nicht von sich aus neu; es weist nur darauf hin.

8. Tab 4: LAN-Performance & WLAN

LAN-Geschwindigkeitstest

Misst die tatsächliche Schreib- und Lesegeschwindigkeit zu einer Netzwerkfreigabe – ohne Server-Software auf der Gegenseite.

Voraussetzungen

Wichtig: Der Servername allein genügt nicht.
\\NAS-Name zeigt im Explorer nur die Liste der Freigaben – dort lässt sich keine Datei anlegen, der Test schlägt fehl. Es muss die Freigabe selbst angegeben werden, also z.B. \\NAS-Name\Daten. Am einfachsten über 📁 auswählen, dann stimmt der Pfad immer. Neben dem Eingabefeld erklärt das auch der -Knopf.

Auch ein lokaler Ordner (z.B. C:\Temp) ist als Ziel erlaubt – das zeigt zum Vergleich, wie schnell der PC ohne Netzwerk ist.

Bedienung

  1. Ziel eingeben oder über 📁 auswählen. Der Pfad wird vor dem Start geprüft; stimmt etwas nicht, erklärt eine Meldung genau was fehlt.
  2. Chunk-Größe wählen (1–64 MB pro Messzyklus)
  3. ▶ Dauertest starten – der Test läuft kontinuierlich und aktualisiert die Live-Kurve
  4. ⏹ Stoppen – beendet den Test

Ergebnisse

Lokale Laufwerke: Bei lokalen Laufwerken (z.B. C:\, D:\) können die Messwerte durch den Windows-Dateisystem-Cache erheblich verfälscht sein – der Cache meldet „fertig" bevor die Daten wirklich auf der Platte sind. Werte von mehreren tausend Mbit/s auf einer normalen HDD sind daher kein realistisches Ergebnis. Für aussagekräftige Messungen immer einen Netzwerkpfad (UNC-Pfad wie \\Server\Freigabe) verwenden.
Typische Richtwerte:
Gigabit-LAN: 400–900 Mbit/s  |  100 Mbit-LAN: 60–90 Mbit/s  |  WLAN (802.11ac): 150–400 Mbit/s
Kleinere Chunk-Größen (1–4 MB) zeigen mehr Schwankungen, da Overhead und Latenz stärker ins Gewicht fallen. Für stabile Messwerte empfehlen sich 16–64 MB.

WLAN-Verbindungsübersicht

Im dunkelgrauen WLAN-Kasten rechts sehen Sie die aktuelle WLAN-Verbindung:

ℹ LAN + WLAN gleichzeitig: Das Programm erkennt beide Verbindungswege gleichzeitig. Die aktive Verbindung wird als Hauptverbindung angezeigt; verfügbare, aber gerade inaktive Hardware erscheint als Zusatzinfo (z.B. „LAN verfügbar: 1 Gbps"). Der Verbindungsstatus wird automatisch alle 15 Sekunden aktualisiert – ein Wechsel von LAN auf WLAN wird ohne Neustart erkannt. Über den 🔄 Aktualisieren-Button in der WLAN-Kachel kann sofort manuell aktualisiert werden.
ℹ Hinweis zum WLAN-Empfang: Der Scanner zeigt nur Netze, die der WLAN-Adapter aktuell empfängt. Bei einer 5-GHz-Verbindung können 2,4-GHz-Netze je nach Treiber fehlen – das ist keine Fehlfunktion.

9. Tab 5: Firewall-Ausnahmen

Ein Gerät ist im Netzwerk sichtbar, lässt sich aber nicht erreichen – kein Ping, keine Dateifreigabe? Häufig blockiert die Windows-Firewall die Verbindung. Dieser Tab prüft die Erreichbarkeit eines Ziels und trägt auf Wunsch eine passende Ausnahme ein. Er ist aus dem eigenständigen Werkzeug S-IT-FWModify übernommen.

⚠ Adminrechte nötig: Firewall-Regeln zu lesen und zu setzen geht nur mit Administratorrechten. Am einfachsten lassen Sie „Als Administrator starten" aktiviert (siehe Abschnitt 5, Voreinstellung an). Läuft das Programm ohne Adminrechte, meldet der Tab das beim Prüfen oder Eintragen.

Ablauf in drei Schritten

  1. Ziel eingeben – eine IP-Adresse (z.B. 192.168.0.21) oder ein ganzes Subnetz (192.168.0.0/24).
  2. Umfang wählenAlle Ports für ein einzelnes, bekanntes Gerät; Nur Dateifreigabe (SMB, Ports 445/139 und UDP 137/138); oder Dateifreigabe + Weboberfläche (zusätzlich TCP 5000/5001, z.B. für NAS-Oberflächen).
  3. Prüfen – der Tab testet Ping, offene Ports, den Firewall-Grundzustand, das Netzwerkprofil dieses PCs und ob bereits eine S-IT-Regel für das Ziel besteht. Anschließend Ausnahme eintragen.

Der Befund

Jede Prüfzeile zeigt ein Ergebnis: grün in Ordnung, gelb ein Hinweis, rot ein Problem. Wo es sinnvoll ist, bietet die Zeile rechts einen kleinen Knopf zur direkten Abhilfe an (etwa das Netzwerkprofil auf „privat" umstellen, damit Freigaben überhaupt zugelassen werden).

Von diesem Tool gesetzte Regeln

Alle Ausnahmen, die das Programm anlegt, tragen einen eigenen Namen (Präfix S-IT-FW-) und erscheinen in der Liste unten. Pro Eintrag entstehen in der Regel mehrere Firewall-Regeln (je Richtung eingehend/ausgehend und Protokoll). Über die Knöpfe darunter lassen sich markierte oder alle S-IT-Regeln wieder entfernen.

Ihre übrigen Firewall-Regeln bleiben unangetastet. Das Programm sieht und verändert ausschließlich seine eigenen Regeln mit dem Präfix S-IT-FW-. Fremde Regeln von Windows oder anderer Software werden weder angezeigt noch gelöscht.
ℹ Aufräumen leicht gemacht: Wurde eine Ausnahme nur zum Testen gesetzt, entfernen Sie sie später mit einem Klick wieder über die Regelliste – so bleibt die Firewall sauber.

10. Diagnose (DIAG) – für Tester

Dieser Abschnitt richtet sich an Tester und an alle, die ein Erkennungsproblem melden möchten. Für den normalen Betrieb wird nichts davon gebraucht.

Wozu?

Windows liefert Netzwerk-Informationen über mehrere Wege. Welcher davon antwortet, ist von Rechner zu Rechner verschieden – je nach Windows-Ausgabe, Treiber und Firmen-Richtlinien. Zeigt das Programm auf einem Gerät falsche Werte, sieht man der Anzeige nicht an, woran es liegt. Die Diagnose fragt deshalb jeden Weg einzeln ab und hält fest, was er geantwortet hat – auch wenn er gar nicht geantwortet hat.

Einschalten

⚙ Konfig → Diagnose → „🔧 DIAG-Werkzeuge anzeigen". Danach erscheint oben im Header der Knopf 🔧 DIAG. Kein Neustart nötig. Häkchen wieder entfernen blendet ihn aus.

Die drei Werkzeuge

SchaltflächeFunktion
▶ DIAG erstellen Erzeugt genau eine Datei im Ordner S-IT-Diagnose neben dem Programm. Nichts passiert von allein – nur auf Klick.
🔍 Klartext anzeigen Zeigt den Inhalt lesbar an – genau das, was verschickt würde. Auf Wunsch auch als Klartext speicherbar.
📁 Ordner öffnen Öffnet den Ablageordner im Explorer.

Was steht drin?

Keine Passwörter, keine Zugangsdaten. MAC-Adressen werden gekürzt: der Herstellerteil bleibt stehen – den braucht die Erkennung –, der geräte-eindeutige Teil wird durch XX ersetzt (54:E1:AD:XX:XX:XX).

Warum ist die Datei nicht lesbar?
Sie ist verschleiert, damit sie nicht versehentlich mitgelesen oder von einem Mail-Filter zerlegt wird. Das ist ausdrücklich keine Verschlüsselung und soll auch keine sein – deshalb steht dort auch nichts Vertrauliches drin. Mit 🔍 Klartext anzeigen sehen Sie jederzeit selbst, was drinsteht.

Einsenden

Freiwillig und nur bei einem Erkennungsproblem: die Datei an tool-entwicklung@sattler-it.de senden. Hilfreich ist ein Satz dazu, was falsch angezeigt wurde.

11. Dateien, Updates und Sicherung

Kurzcheckliste – Was mitnehmen?
Bei PC-Wechsel oder Neuinstallation diese Dateien/Ordner sichern:
  • S-IT-LanScanner.ini – alle Einstellungen
  • S-IT-Custom.ini – eigene Gerätezuordnungen
  • Logs\ – kompletter Ordner, wenn alte Scans erhalten bleiben sollen
  • S-IT-OUI.ini – optional, spart den ersten OUI-Update
Nach dem Kopieren das Programm starten – alle Einstellungen, Zuordnungen und bisherigen Scan-Ergebnisse sind sofort wieder verfügbar.

Dateien im Programmordner

DateiInhaltSichern?
S-IT-LanScanner.exe Hauptprogramm
S-IT-LanScanner.ini Alle Einstellungen (Scan-Optionen, Log-Verzeichnis, Darstellung usw.) ✔ Ja
S-IT-Custom.ini Eigene Gerätezuordnungen – wird bei Updates nie überschrieben ✔ Ja
S-IT-OUI.ini Hersteller-Datenbank (wird bei OUI-Update neu erstellt) Optional
S-IT-LanScanner-Hilfe.html Diese Hilfe-Datei
S-IT-LanScanner-ChangeLog.html Versionshistorie
S-IT-OUI-Update.exe OUI-Updater (separates Tool)
Logs\ Scan-Logs (.log), HTML-Reports (.html) und CSV-Dateien (.csv).
Mitnehmen wenn alte Scan-Ergebnisse im Log-Manager erhalten bleiben sollen.
✔ Empfohlen

Update durchführen

  1. Neue Version herunterladen und entpacken
  2. Wichtig: Die Dateien S-IT-LanScanner.ini und S-IT-Custom.ini aus dem alten Ordner in den neuen Ordner kopieren
  3. Neue S-IT-LanScanner.exe starten
  4. Alle Einstellungen und eigenen Zuordnungen sind wieder vorhanden

Neuinstallation / PC-Wechsel

Empfohlene Vorgehensweise:

  1. Gesicherte Dateien in den neuen Programmordner kopieren (S-IT-LanScanner.ini, S-IT-Custom.ini, optional S-IT-OUI.ini)
  2. Gesicherten Logs\-Ordner in den Programmordner kopieren (oder in das konfigurierte Log-Verzeichnis)
  3. Programm starten – alle Einstellungen, Zuordnungen und bisherigen Scans sind sofort im Log-Manager verfügbar
  4. Optional: OUI-Update durchführen um die neueste Hersteller-Datenbank zu laden
Werden keine Dateien gesichert: S-IT-LanScanner.ini und S-IT-Custom.ini werden beim ersten Start automatisch mit Standardwerten neu angelegt. Eigene Gerätezuordnungen müssen dann neu eingetragen werden.

OUI-Datenbank aktualisieren

Über 🔄 OUI-Update → Tab „OUI-Datenbank Update" kann die Hersteller-Datenbank aus IEEE-Quellen aktualisiert werden. Nach dem Update wird die Datenbank automatisch neu eingelesen – kein Neustart nötig.

Die Datei S-IT-Custom.ini mit Ihren eigenen Zuordnungen wird beim OUI-Update niemals verändert oder überschrieben.

12. Häufige Fragen (FAQ)

Ein Gerät wird nicht gefunden

Mögliche Ursachen:

Ein Gerät wird mit falschem Betriebssystem angezeigt

Rechtsklick auf das Gerät → „✏ Eigene Zuordnung setzen" → korrekten Wert eingeben → Speichern. Ab dem nächsten Scan wird die korrekte Bezeichnung angezeigt.

Mein Drucker war nach dem Scan nicht mehr erreichbar

Wechseln Sie in den Einstellungen zu Scan-Modus „Sicher". Dieser verzichtet auf ARP-Flood und Port-Scans auf Drucker-Ports, die ältere Firmware-Versionen überlasten können.

Antiviren-Programm meldet eine Bedrohung

Da der LAN-Scanner das Netzwerk aktiv scannt, stufen manche Antiviren-Programme ihn fälschlicherweise als verdächtig ein (False Positive). Das Programm enthält keinerlei Schadsoftware. Lösung: Die Programmdatei und das Verzeichnis in die Ausnahmeliste / Whitelist des Antiviren-Programms aufnehmen.

Der LAN-Geschwindigkeitstest zeigt „Kein Schreibzugriff"

Die Freigabe ist vermutlich nur lesend eingebunden oder die Zugangsdaten reichen nicht aus. Prüfen Sie Ihre Schreibrechte auf der Freigabe.

Der Test sagt „Freigabe fehlt"

Es wurde nur der Servername angegeben, z.B. \\NAS-Name. Dort lässt sich keine Datei anlegen – nötig ist die Freigabe selbst: \\NAS-Name\Daten. Siehe Abschnitt 8.

Die WLAN-Karte zeigt „Verbunden", aber keine Signalstärke und keinen Kanal

Das ist fast immer die Windows-11-Standortsperre und kein Fehler des Programms: Windows gibt SSID, Signalstärke, Kanal und Verbindungsrate nur heraus, wenn die Positionsdienste eingeschaltet sind. Sind sie aus, verweigert Windows die Auskunft – der Adapter selbst wird trotzdem korrekt erkannt.

Abhilfe: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Standort → Ortungsdienste einschalten. Danach in der WLAN-Kachel auf 🔄 Aktualisieren klicken.
Die Kachel weist auf diesen Fall auch selbst hin.

Die WLAN-Verbindungskarte zeigt gar nichts an

Wenn kein WLAN-Adapter vorhanden oder kein WLAN aktiv ist, bleibt die Karte leer. Klicken Sie nach dem Verbinden auf 🔄 Aktualisieren. Der Status wird auch automatisch alle 10 Sekunden aktualisiert – ein nachträglich eingesteckter USB-WLAN-Stick wird dabei von selbst erkannt.

Bei der Geschwindigkeit steht „unbekannt"

Dann konnte keine der Abfragen eine Geschwindigkeit liefern – typisch bei einem deaktivierten Adapter, für den Windows keine Rate meldet. Das Programm zeigt in diesem Fall bewusst „unbekannt" statt einer geschätzten Zahl: In einem Diagnose-Werkzeug hat ein Wert, den niemand gemessen hat, nichts zu suchen. Der Adaptername wird trotzdem angezeigt.

Das Programm wirkt auf meinem UHD/4K-Monitor zu klein

Öffnen Sie ⚙ Konfigurieren und wählen Sie in der rechten Spalte „Darstellungsgröße / Skalierung" einen höheren Wert. Das Programm startet nach dem Speichern automatisch neu.

Empfehlung für UHD/4K: Stellen Sie sowohl die Windows-Skalierung (Einstellungen → System → Bildschirm → Skalierung) als auch die Programm-Skalierung auf 150 % – das ergibt auf den meisten UHD-Monitoren eine gut lesbare Darstellung.

Beide Werte addieren sich in ihrer Wirkung. Tasten Sie sich am besten langsam vor: z.B. erst Windows 125 % + Programm 125 %, dann schrittweise höher – bis Text und Elemente für Sie optimal lesbar sind.

Mögliche Skalierungsstufen im Programm: 100 / 125 / 150 / 175 / 200 / 250 / 300 %.

Wo finde ich den Haftungsausschluss?

In der Datei Disclaimer.txt im Programmordner und auf der Projektseite. Kurz gefasst: Die Ergebnisse sind unverbindliche Anhaltspunkte und eine Momentaufnahme – sie ersetzen keine fachliche Sicherheitsprüfung.

Ich habe SMB1 umgeschaltet – warum steht da immer noch der alte Zustand?

SMB1 ist ein Windows-Feature, kein einfacher Schalter: Windows lädt die Dateien beim Aktivieren nach bzw. entfernt sie beim Deaktivieren. Erst nach einem Neustart ist die Änderung wirksam – bis dahin meldet die Prüfung weiterhin den bisherigen Zustand. Das Programm startet den Rechner nicht von sich aus neu; es weist nur darauf hin. Starten Sie Windows selbst neu, wenn es Ihnen passt.

Warum gibt es drei SMB1-Zeilen?

Weil SMB1 aus mehreren, voneinander unabhängigen Teilen besteht. Wer nur eine Zeile sieht, bekommt leicht ein falsches Bild vom eigenen Rechner:

ZeileWofür
SMB1-Client Damit dieser PC auf alte Geräte zugreifen kann – etwa ein älteres NAS oder einen Netzwerkdrucker, der kein SMB2/3 beherrscht. Das ist der häufigste Fall.
SMB1-Server Damit alte Geräte auf die Freigaben dieses PCs zugreifen können – etwa ein Kopierer, der Scans in einen freigegebenen Ordner legt. Diese Seite ist die gefährlichere und sollte nur so lange an sein, wie das Altgerät sie braucht.
SMB1 dauerhaft halten Windows entfernt SMB1 selbstständig wieder, wenn es 15 Tage lang nicht benutzt wurde. Diese Zeile schaltet die Automatik ab. Sinnvoll, wenn der Betrieb längere Pausen hat – nach zwei Wochen Betriebsferien wäre SMB1 sonst plötzlich weg und der Scanner läge still.

Die Zeile SMB1 dauerhaft halten meldet sich nur, wenn Client oder Server tatsächlich aktiv sind. Ist SMB1 komplett aus, steht sie grau da und braucht keine Beachtung.

Beim SMB1-Server steht „Feature vorhanden, Protokoll aber aus“ – was heißt das?

Die Serverseite hat zwei Ebenen: das nachgeladene Windows-Feature und den Protokollschalter im SMB-Server. Nach dem Einschalten ist zunächst nur das Feature da – der Schalter lässt sich erst nach dem Neustart setzen. Genau dafür ist der Knopf „→ Abschließen“ da: Er legt den zweiten Schalter um und wirkt sofort, ohne weiteren Neustart. Wird der SMB1-Server doch nicht gebraucht, schalten Sie ihn stattdessen ganz ab.

Warum ist der Knopf auf einer grünen Zeile grau?

Ein Knopf auf einer grünen Zeile führt immer zurück in den weniger sicheren Zustand – etwa „← Aktivieren“ bei einem abgeschalteten SMB1-Server. Solche Rücksetz-Knöpfe sind bewusst dezent gehalten, damit sie nicht zum versehentlichen Klicken einladen. Sie funktionieren ganz normal.

Wo werden die Logs gespeichert?

Standard: [Programmverzeichnis]\Logs\. Das Verzeichnis kann unter ⚙ Konfigurieren → Log-Verzeichnis geändert werden.

Kann ich das Tool auf einem USB-Stick verwenden?

Ja, das Tool ist portabel. Kopieren Sie alle Dateien aus dem Programmordner auf den USB-Stick. Die INI-Dateien werden neben der EXE gespeichert.

Hat Ihnen dieses Tool geholfen?

Der S-IT LAN Device Scanner wird kostenlos entwickelt und gepflegt.
Eine kleine Spende hilft dabei, das Tool weiterzuentwickeln. Herzlichen Dank! 🙏

☕ Spende via PayPal

tool-entwicklung@sattler-it.de