Übersicht
S-IT-3Kopier ist ein Dreifach-Kopierer mit Protokoll und Zeitsteuerung. Er ermöglicht bis zu drei unabhängige Kopier- oder Verschiebeaufträge in einem einzigen Durchlauf – ideal zum Verteilen von Dateien auf NAS-Laufwerke, Cloud-Verzeichnisse (z. B. pCloud) oder andere Zielmedien. Zusätzlich lassen sich Profile automatisch nach Zeitplan im Hintergrund ausführen, ganz ohne manuelles Zutun.
Aufträge konfigurieren
Das Programm unterstützt drei unabhängige Kopieraufträge (A1, A2, A3). Jeder Auftrag besteht aus einem Quell- und einem Zielverzeichnis und kann einzeln aktiviert oder deaktiviert werden.
Aktiv-Checkbox
Nur aktivierte Aufträge (Haken bei aktiv) werden beim Start verarbeitet. Deaktivierte Aufträge werden vollständig übersprungen, bleiben aber mit ihren Pfaden gespeichert.
🔰 Auftragsfilter
Rechts in der Kopfzeile jeder Auftragskarte sitzt das Symbol 🔰. Darüber lassen sich Filter festlegen, die nur für diesen einen Auftrag gelten: zusätzliche Ausschlüsse und die NUR-Regel („nur bestimmte Dateitypen kopieren“). Das Symbol leuchtet grün, sobald für den Auftrag eine Regel gesetzt ist – ausgegraut bedeutet: keine auftragsbezogenen Filter aktiv. Details im Abschnitt Ausschluss.
Quelle wählen
Klicken Sie auf 📁 Quelle, um den Quellordner für den jeweiligen Auftrag auszuwählen. Der Dialog merkt sich getrennt von der Zielauswahl den zuletzt gewählten Quellordner – beim nächsten Klick auf Quelle (egal bei welchem Auftrag) startet die Auswahl wieder dort.
Ziel wählen
Klicken Sie auf 📁 Ziel, um das Zielverzeichnis festzulegen. Das Zielverzeichnis muss nicht vorab existieren – es wird beim Kopiervorgang automatisch angelegt. Auch hier merkt sich der Dialog getrennt von der Quellauswahl den zuletzt gewählten Zielordner.
\\Server\Freigabe werden vollständig unterstützt – als Quelle wie als Ziel. Für Netzwerkquellen wird die Datenmenge bewusst nicht vorab durchgezählt (das kann bei großen Freigaben lange dauern); stattdessen erscheint (Netzwerk). Der eigentliche Kopiervorgang läuft trotzdem ganz normal.
Optionen
Überschreiben (pro Auftrag)
Ist diese Option aktiviert, werden vorhandene Dateien im Ziel immer überschrieben – unabhängig vom Datum. Ohne diese Option werden Zieldateien nur überschrieben, wenn die Quelldatei neuer ist. Ist die Zieldatei gleich alt oder aktueller, wird sie übersprungen.
Verschieben (pro Auftrag)
Ist diese Option aktiviert, werden Dateien verschoben statt kopiert. Die Quelldatei wird erst gelöscht, nachdem sie vollständig und unversehrt im Ziel angekommen ist. Leere Quellordner werden nach dem Verschieben automatisch entfernt.
Nach dem Kopieren: Herunterfahren oder Ruhemodus
Im Bereich 💻 Nach dem Kopieren stehen zwei Optionen zur Wahl: Herunterfahren und Ruhemodus. Ist eine davon aktiviert und der Kopiervorgang wurde fehlerfrei abgeschlossen, fragt das Programm nach, ob der Computer heruntergefahren bzw. in den Ruhemodus versetzt werden soll. Bei Fehlern oder einem Abbruch wird die Abfrage nicht gezeigt.
Die beiden Optionen schließen sich gegenseitig aus – wird die eine angehakt, wird die andere automatisch abgewählt. Der Ruhemodus nutzt die Energieverwaltung von Windows; ob der Rechner dabei in den Energiesparmodus (Standby) oder in den Ruhezustand geht, hängt von den Windows-Energieeinstellungen ab.
Dateien und Ordner ausschließen
Über den Knopf 🚫 in der Profilleiste (rechts neben 🗑 Löschen) lassen sich bestimmte Dateien und ganze Ordner vom Kopieren ausnehmen. Das ist besonders nützlich, um temporäre Dateien, Systemdateien und die oft riesigen Cache-Ordner der Browser gar nicht erst mitzukopieren – oder um große Sicherungs-/Image-Dateien fernzuhalten, damit im Ziel kein unnötiger Datenfriedhof entsteht.
*.tmp, *.iso, ~$*) treffen auf einzelne Dateien zu. Ordnernamen (z. B. cache2, GPUCache) schließen einen kompletten Ordner samt aller Unterordner aus – dieser wird beim Kopieren gar nicht erst betreten, was bei großen Cache-Bäumen zusätzlich Zeit spart.
Standard-Ausschlüsse
Beim ersten Start legt das Programm die Datei 3Kopier-Ausschluss.ini mit sinnvollen Vorgaben an: temporäre Dateien (Windows, Office, LibreOffice/OpenOffice), Windows-Systemdateien, die Cache-Ordner der gängigen Browser (Firefox, Chrome, Edge, Opera, Brave, Vivaldi) sowie große Image-Formate wie *.iso, *.nrg oder *.tib. Diese Standardliste gilt zunächst für alle Profile. Über den Knopf Standard-Liste öffnen im Ausschluss-Fenster lässt sie sich jederzeit direkt bearbeiten.
Pro Profil anpassen
Das Ausschluss-Fenster bezieht sich immer auf das gerade geladene Profil (bei einem Lauf ohne Profil auf „Manuell“). Zwei Anpassungen sind möglich:
- Standard-Eintrag deaktivieren: In der Liste der Standard-Ausschlüsse den Haken entfernen – dann gilt dieser Eintrag für dieses eine Profil nicht mehr. Beispiel: In einem Backup-Profil, das ausdrücklich auch ISO-Dateien sichern soll, den Haken bei
*.isoentfernen. - Eigene Ausschlüsse ergänzen: Im Textfeld darunter zusätzliche Einträge angeben, einen pro Zeile – gemischt aus Datei-Mustern und Ordnernamen (z. B.
*.mp4oderDownloads).
Die tatsächlich wirksame Liste ergibt sich also aus: Standardliste − für dieses Profil entfernte Einträge + eigene Zusätze.
Pro Auftrag anpassen: das 🔰-Symbol
Zusätzlich zu den profilweiten Regeln kann jeder der drei Aufträge eigene Filter bekommen. Ein Klick auf das 🔰-Symbol in der Kopfzeile der Auftragskarte öffnet einen kleinen Dialog mit zwei Feldern (mehrere Einträge jeweils mit | trennen):
- Zusätzliche Ausschlüsse nur für diesen Auftrag: z. B.
*.iso | cache2– wirkt wie ein Zusatz-Eintrag im Ausschluss-Fenster, gilt aber nur bei diesem Auftrag. Ordnernamen sind wie gewohnt ohne Platzhalter möglich. - NUR-Regel („alles außer“): Stehen hier Muster, kopiert dieser Auftrag ausschließlich passende Dateien – alles andere wird ausgeschlossen. Beispiel: Auftrag 1
*.pdf, Auftrag 2*.jpg, Auftrag 3*.mp4– so sortiert ein einziger Lauf einen gemischten Ordner nach Dateitypen auf drei Ziele. Ein leeres Feld schaltet die Regel ab. Bequem:pdfoder.pdfgenügt, das Programm ergänzt selbst zu*.pdf.
Die NUR-Regel wirkt nur auf Dateien – die Ordnerstruktur wird weiterhin normal durchlaufen, sodass passende Dateien auch in Unterordnern gefunden werden. Die so ausgefilterten Dateien zählen im Ergebnis zur Kategorie Ausgeschlossen.
*.tmp-Datei bleibt also auch bei „Nur *.tmp“ außen vor, solange der Standard-Eintrag *.tmp nicht für das Profil deaktiviert wurde.
Profile
Ein Profil speichert die komplette Konfiguration aller drei Aufträge (Quelle, Ziel, Optionen, Aktiv-Status) unter einem Namen, um sie jederzeit wieder abzurufen – auch als Grundlage für die Zeitsteuerung.
Profil auswählen
Ein Klick auf einen Eintrag im Profil-Dropdown lädt das Profil sofort – ein separater „Laden“-Knopf ist nicht mehr nötig.
Profil speichern / neu / löschen
💾 Speichern sichert die aktuelle Konfiguration unter dem gewählten Namen. ➕ Neu fragt nach einem Namen und leert danach alle drei Aufträge komplett – so beginnt ein neues Profil garantiert bei null, ohne Reste eines vorher geladenen Profils. 🗑 Löschen entfernt das gewählte Profil endgültig.
🛡 Netzwerk & Zeitstempel NEU
Das 🛡-Symbol in der Profilleiste (neben 🚫) öffnet die Zeitstempel-Einstellung für das aktuelle Profil. Sie steuert, wie im Modus „nur wenn neuer“ (Überschreiben-Haken nicht gesetzt) entschieden wird, ob eine Datei wirklich neuer ist – und verhindert, dass unveränderte Dateien auf NAS- und Netzlaufwerken durch Zeitstempel-Abweichungen bei jedem Lauf sinnlos neu kopiert werden.
- Automatisch (Voreinstellung): Die Zwei-Sekunden-Toleranz wirkt nur dann, wenn Quelle oder Ziel ein Netzwerkpfad der Form
\\Server\Freigabeist. Bei rein lokalen Kopien wird exakt verglichen. - Immer: Die Toleranz wirkt immer – auch lokal. Sinnvoll für als Laufwerksbuchstabe eingebundene Netzlaufwerke (z. B.
X:), die „Automatisch“ nicht als Netzwerk erkennt. - Aus: Exakter Vergleich ohne Toleranz.
Die Einstellung wird je Profil gespeichert. Der Dialog zeigt außerdem an, welche der drei Aufträge gerade einen Netzwerkpfad verwenden.
Einstellungen
Über das Zahnrad-Symbol ⚙ oben rechts im Programmfenster (neben ? HILFE) öffnet sich der Einstellungen-Dialog.
Sprache
3Kopier spricht mehrere Sprachen. Die Sprache wird in der Regel schon bei der Installation gewählt; hier lässt sie sich jederzeit umstellen. Zur Auswahl stehen alle Sprachen, für die eine Sprachdatei neben dem Programm liegt – jede mit ihrer Flagge, damit die Auswahl auch dann eindeutig ist, wenn man die Oberfläche gerade in einer Sprache vor sich hat, die man nicht liest.
Der Programmname wechselt mit der Sprache: 3Kopier auf Deutsch, 3Copy auf Englisch, 3Copier auf Französisch, 3Copiar auf Spanisch. Der Name auf dem Bildschirm wechselt also mit; die Dateien auf der Festplatte behalten ihre Namen (3Kopier.ini, Profile mit der Endung .3ko, die Protokolle im Ordner Logs). Ein Sprachwechsel verändert also nichts an Ihren Einstellungen, Profilen und Filtern.
Weitere Sprachen kommen als geprüfte Sprachpakete von Sattler IT-Service und erscheinen nach dem Einspielen automatisch in der Auswahl. Die mitgelieferten Sprachdateien sind – wie das Zeitsteuerungs-Modul – verschlüsselt: So ist sichergestellt, dass die Texte, die Sie im Programm lesen, unverändert die sind, die ausgeliefert wurden.
Skalierung der Oberfläche
Zur Auswahl stehen feste Stufen von 90 % bis 200 % (90, 100, 125, 150, 175, 200). Die aktuell gewählte Stufe ist hervorgehoben. Nach Klick auf Übernehmen baut sich die Oberfläche in der neuen Größe neu auf.
Protokolle aufbewahren für
Legt fest, wie lange abgeschlossene Protokoll-Dateien (siehe Abschnitt Protokolle) automatisch aufbewahrt werden, bevor sie beim nächsten Programmstart gelöscht werden. Zur Wahl stehen feste Stufen von 1 Tag bis 365 Tage sowie ∞ (Unbegrenzt) – dann wird nichts automatisch gelöscht.
Der Knopf 🗑 Jetzt aufräumen wendet die gewählte Frist sofort an, ohne auf den nächsten Programmstart zu warten.
Protokoll-Umfang
Bestimmt, wie ausführlich die Protokolldatei eines Laufs ausfällt:
- Kompakt (Voreinstellung): Je Auftrag steht eine Summenzeile im Protokoll (kopiert, überschrieben, übersprungen usw. samt Datenmenge) – keine einzelnen Verzeichnis-Zeilen. Zusammen mit dem Fazit am Dateianfang bleibt das Protokoll damit immer eine kurze, lesbare Zusammenfassung, egal wie viele tausend Dateien und Ordner verarbeitet wurden.
- Ausführlich: Zusätzlich wird eine Zeile je Verzeichnis geschrieben (Dateizahl, Aktionen, Datenmenge) – nützlich für die Fehlersuche, wenn nachvollzogen werden soll, was in einem bestimmten Ordner passiert ist oder warum eine Datei nicht kopiert wurde.
Die Einstellung wirkt sofort auf den nächsten Lauf – auch auf zeitgesteuerte. Fehler werden in beiden Modi immer vollständig protokolliert, ebenso automatische Pfad-Kürzungen (MAX_PATH).
Ablauf eines manuellen Kopiervorgangs
1. Aufträge konfigurieren
Setzen Sie für jeden gewünschten Auftrag Quelle, Ziel und die zugehörigen Optionen. Aktivieren Sie den Auftrag mit der aktiv-Checkbox.
2. Start drücken
Das Programm zählt zunächst alle Dateien in den aktiven Quellordnern, um den Fortschrittsbalken korrekt zu befüllen. Diese Zählphase lässt sich bereits mit ⏹ Stop abbrechen und zeigt bei sehr vielen Dateien eine laufende Zwischenmeldung, statt wie eingefroren zu wirken. Anschließend werden die Aufträge der Reihe nach (A1, A2, A3) abgearbeitet.
3. Fortschritt beobachten
Der Fortschrittsbalken, die Statuszeile und die Statistik werden während des Vorgangs laufend aktualisiert. Bei einer einzelnen sehr großen Datei bewegt sich der Balken auch innerhalb dieser einen Datei sichtbar weiter, statt bis zu ihrem Abschluss stehen zu bleiben. Die Statuszeile zeigt zudem eine geschätzte Restzeit an, sobald genügend Daten vorliegen, sowie die aktuelle Kopiergeschwindigkeit (z. B. 157.4 MB/s) – berechnet als gleitender Durchschnitt der letzten Sekunden, damit die Zahl bei wechselnden Dateigrößen ruhig bleibt. Beides gilt auch für das Fortschrittsfenster der Zeitsteuerung. In der Simulation entfällt die Geschwindigkeitsanzeige, da dort nichts wirklich kopiert wird.
4. Abbruch
Mit ⏹ Stop oder der ESC-Taste kann der Vorgang jederzeit sauber abgebrochen werden – auch mitten in einer großen Datei. Bereits vollständig verarbeitete Dateien bleiben erhalten; eine gerade erst angefangene, noch unvollständige Zieldatei wird automatisch entfernt, es bleibt also nie ein Torso liegen.
5. Ergebnisfenster
Nach Abschluss öffnet sich ein Ergebnisfenster mit der Statistik je Auftrag – Details dazu im Abschnitt Ergebnis.
Zeitsteuerung
Über den Knopf 🕐 Zeitsteuerung im Hauptfenster öffnet sich ein eigenes Fenster, in dem beliebig viele Profile automatisch nach Zeitplan laufen können – auch mehrmals täglich oder in festen Intervallen.
Zeitplan anlegen
Mit ➕ Neu ein Profil auswählen und einen Auslöser festlegen:
- Täglich – feste Uhrzeit, jeden Tag
- Wochentage – feste Uhrzeit, nur an ausgewählten Wochentagen
- Intervall – alle X Stunden, unabhängig von der Uhrzeit
Mit ✏ lässt sich ein bestehender Zeitplan jederzeit bearbeiten, mit 🗑 löschen. Über die Checkbox Aktiv im Bearbeiten-Dialog kann ein Zeitplan vorübergehend pausiert werden, ohne ihn zu löschen.
🔍 Simulation / ▶ Start (manuelles Testen)
Jede Zeitplan-Zeile hat zwei Knöpfe zum sofortigen, manuellen Testen – unabhängig vom eigentlichen Zeitplan:
- 🔍 Simulation – zeigt genau, was passieren würde (welche Dateien kopiert, überschrieben, übersprungen … würden), ohne tatsächlich etwas zu verändern. Nichts wird kopiert, verschoben oder gelöscht.
- ▶ Start – führt den Auftrag sofort echt aus.
🔇 Silent-Modus
Im Bearbeiten-Dialog (✏ bzw. beim Anlegen mit ➕ Neu) lässt sich pro Zeitplan der Silent-Modus aktivieren. Ist er eingeschaltet, läuft ein automatisch (durch den Zeitplan) ausgelöster Lauf komplett ohne jedes Fenster ab:
- War alles in Ordnung (auch wenn nichts zu kopieren war), bleibt es vollständig still – kein Fenster, keine Meldung.
- Trat ein echter Fehler auf (z. B. Quelle oder Ziel nicht erreichbar), erscheint eine kurze, unaufdringliche Meldung mit Verweis auf das betroffene Protokoll.
Ein Zeitplan mit aktivem Silent-Modus ist in der Liste zusätzlich mit dem Symbol 🔇 gekennzeichnet.
Eigenständiges Aktionsfenster
Läuft ein Zeitplan (nicht-silent, egal ob automatisch oder manuell per Simulation/Start getestet), öffnet sich ein eigenes kleines Fenster mit Fortschrittsbalken, Statistik und einem eigenen ⏹ Stop-Knopf. Das Fenster erscheint auch, wenn 3Kopier nur im Hintergrund (Tray) läuft, hat einen eigenen Eintrag in der Taskleiste und lässt sich minimieren, falls es auf dem Bildschirm gerade stört – der Lauf arbeitet dann unsichtbar weiter. Das gilt auch, wenn Sie den Lauf aus dem geöffneten Zeitsteuerungs-Fenster heraus starten.
Das Schließen-Kreuz (X) des Aktionsfensters wirkt wie ⏹ Stop: Es bricht ausschließlich diesen einen Lauf sauber ab – der Lauf läuft danach nicht unsichtbar im Hintergrund weiter.
Warteschlange bei überlappenden Läufen
Es läuft immer nur ein Kopiervorgang zur Zeit. Wird ein Zeitplan fällig, während noch ein anderer Vorgang läuft (ein anderer Zeitplan oder ein manuell gestarteter Lauf), geht der fällige Lauf nicht verloren: Er wird in eine Warteschlange gestellt und startet automatisch, sobald der laufende Vorgang abgeschlossen ist. Sind mehrere Zeitpläne auf dieselbe Uhrzeit gelegt, werden sie auf diese Weise nacheinander vollständig abgearbeitet. Das Warten und Nachstarten wird im Fehler-Protokoll (3Kopier-Fehler.log) dokumentiert; ein aus der Warteschlange gestarteter Lauf ist in seinem Aktionsfenster mit dem Zusatz (aus Warteschlange) gekennzeichnet.
Damit das auch unbeaufsichtigt (z. B. nachts) funktioniert, wartet das Ergebnisfenster eines zeitgesteuerten Laufs nicht auf ein „OK“: Es bleibt einfach stehen, und der nächste Lauf aus der Warteschlange startet automatisch. Am Morgen zeigen die stehen gebliebenen Ergebnisfenster dann der Reihe nach, was in der Nacht passiert ist.
Hintergrundbetrieb, Tray & Autostart
Fenster schließen
Existiert mindestens ein aktiver Zeitplan, schließt der (X)-Knopf des Hauptfensters das Programm nicht – stattdessen verschwindet nur das Fenster, das Programm läuft im Hintergrund weiter (erkennbar am Symbol in der Windows-Taskleiste, im sogenannten Infobereich/Tray). So bleibt die Zeitsteuerung aktiv, auch wenn niemand das Fenster offen hält.
Existiert kein aktiver Zeitplan, beendet der (X)-Knopf das Programm ganz normal.
Wieder öffnen
Rechtsklick auf das Tray-Symbol öffnet ein kleines Menü mit Öffnen (zeigt das Fenster wieder) und Beenden (beendet das Programm endgültig, auch mit aktivem Zeitplan).
Autostart
Sobald mindestens ein aktiver Zeitplan existiert, trägt sich 3Kopier automatisch in den Windows-Autostart ein – es startet dann beim Anmelden direkt minimiert im Hintergrund, ohne das Fenster zu zeigen. Wird der letzte aktive Zeitplan gelöscht oder deaktiviert, entfernt sich der Autostart-Eintrag ebenso automatisch wieder.
Nur eine Instanz gleichzeitig
Wird 3Kopier ein zweites Mal gestartet, während bereits eine Instanz läuft (auch unsichtbar im Hintergrund), öffnet sich kein zweites Fenster. Stattdessen wird die bereits laufende Instanz automatisch wieder sichtbar gemacht.
Lange Pfade (MAX_PATH)
Windows erlaubt standardmäßig keine Dateipfade mit mehr als 260 Zeichen (sog. MAX_PATH-Limit). Dateien mit zu langen Zielpfaden können weder kopiert noch verschoben werden – dies betrifft besonders Dateien in tief verschachtelten Ordnern mit langen Namen, wie sie häufig bei Download-Ordnern vorkommen.
3Kopier erkennt solche Dateien automatisch und kürzt den Dateinamen im Ziel so weit wie nötig, damit der Vorgang trotzdem durchläuft.
-3k versehen, z. B. Secret.Service.2026.-3k.mkv.
H:\Download\…\Ablage. Das ist rein optisch: intern wird immer der vollständige Pfad verwendet. Der komplette Pfad wird als Tooltip angezeigt, wenn man mit der Maus über das Feld fährt.
Ergebnisfenster
Nach jedem abgeschlossenen (oder abgebrochenen) Lauf öffnet sich ein Ergebnisfenster – mit einer eigenen Spalte pro aktivem Auftrag, damit auf einen Blick klar ist, was wohin passiert ist:
- Jede Spalte zeigt Quelle und Ziel des jeweiligen Auftrags sowie dessen eigene Statistik
- Darunter eine Gesamt-Zusammenfassung über alle Aufträge (Datenmenge, Zeit, Fehleranzahl)
- Bei einer Simulation ist jede Zeile als „würde …“ formuliert, zusätzlich ein deutlicher Hinweis, dass nichts real verändert wurde
| Angabe | Bedeutung |
|---|---|
| Kopiert | Neue Dateien, die im Ziel noch nicht vorhanden waren und kopiert wurden |
| Überschrieben | Dateien, die im Ziel bereits existierten und aktualisiert wurden |
| Verschoben | Dateien, die von der Quelle ins Ziel verschoben wurden (Option „Verschieben“) |
| Übersprungen | Dateien, die im Ziel bereits aktueller waren und nicht verändert wurden |
| ✂ Gekürzt | Dateien, deren Zielpfad das MAX_PATH-Limit überschritt und automatisch gekürzt wurde (Markierung -3k) |
| Ausgeschlossen | Dateien und Ordner, die laut Ausschluss-Liste übersprungen wurden (siehe Abschnitt Ausschluss) |
| Fehler | Dateien bzw. Aufträge, die nicht verarbeitet werden konnten (Details am Ende des jeweiligen Protokolls) |
| Daten | Verarbeitete Datenmenge (je Auftrag bzw. gesamt) |
| Zeit | Gesamtdauer des Kopiervorgangs (mm:ss) |
Protokolle
Für jeden Lauf – ob manuell oder per Zeitsteuerung, echt oder Simulation – wird eine eigene Protokolldatei im Unterordner Logs angelegt, statt einer einzigen, endlos wachsenden Sammeldatei.
Dateiname
Jede Protokolldatei heißt Profilname_Zeitstempel_Art.log, zum Beispiel:
MMDownload_2026-07-08_180000_START.log– ein echter Lauf des Profils „MMDownload“3Test_2026-07-08_190000_SIMULATION.log– eine Simulation des Profils „3Test“Manuell_2026-07-08_201500_START.log– ein Start ohne geladenes Profil
Über 📋 Log im Hauptfenster öffnet sich der Logs-Ordner direkt im Windows-Explorer.
Inhalt einer Protokolldatei
- Das Fazit mit Gesamtstatistik und Laufzeit steht ganz oben – das Ergebnis ist ohne Scrollen sichtbar
- Datum, Uhrzeit und Profilname des Laufs
- Quelle und Ziel jedes Auftrags sowie die gewählten Optionen
- Eine Summenzeile je Auftrag (Aktionen und Datenmenge); im Modus Ausführlich zusätzlich eine Zusammenfassung je Verzeichnis statt einer Zeile pro Datei (siehe Einstellungen → Protokoll-Umfang)
- Traten Fehler auf, stehen diese zusätzlich als eigener Abschnitt „=== FEHLER ===“ ganz am Ende der Datei – in beiden Modi vollständig
⚠ Fehler-Protokoll (3Kopier-Fehler.log)
Diese separate Datei im Programmverzeichnis (über ⚠ Fehler erreichbar) enthält ausschließlich Programmfehler, die nicht zu einem bestimmten Kopiervorgang gehören – zum Beispiel, wenn das Zeitsteuerungs-Modul nicht geladen werden konnte. Fehler innerhalb eines Kopiervorgangs stehen dagegen, wie oben beschrieben, direkt am Ende der jeweiligen Lauf-Protokolldatei.
3Kopier.ini): Alle Einstellungen werden beim Programmende automatisch gespeichert und beim nächsten Start wiederhergestellt – darunter Quell- und Zielpfade, der Aktiv-Status der drei Aufträge, die Optionen Überschreiben und Verschieben je Auftrag, die Option Herunterfahren, die zuletzt verwendeten Quell-/Zielordner für die Auswahl-Dialoge, die gewählte Skalierungsstufe, die eingestellte Sprache, die Aufbewahrungsfrist für Protokolle sowie der Protokoll-Umfang (Kompakt/Ausführlich). Eine manuelle Konfiguration ist nicht nötig.
.3ko-Dateien): Beim Speichern eines Profils werden alle Pfade, der Aktiv-Status sowie die Optionen Überschreiben und Verschieben je Auftrag gesichert. Die Option Herunterfahren ist eine globale Einstellung und wird nicht im Profil, sondern nur in der INI-Datei gespeichert.
3Kopier-Zeitplan.ini): Alle angelegten Zeitpläne (Profil, Auslöser, Silent-Modus, Aktiv-Status) werden hier gespeichert und beim nächsten Start automatisch wieder geladen.
Übersicht: Dateien & Ordner im Programmverzeichnis
Alle folgenden Dateien und Ordner entstehen automatisch beim Betrieb – nichts davon muss von Hand angelegt oder mitgeliefert werden:
| Datei / Ordner | Inhalt |
|---|---|
3Kopier.ini |
Allgemeine Einstellungen: Auftragsfelder, Optionen, zuletzt verwendete Ordner, Skalierung, Sprache, Aufbewahrungsfrist |
3Kopier-Zeitplan.ini |
Alle angelegten Zeitpläne mit Profil, Auslöser, Silent-Modus und Aktiv-Status |
3Kopier-Fehler.log |
Programmfehler, die zu keinem bestimmten Kopiervorgang gehören |
Logs (Ordner) |
Eine eigene Protokolldatei je Lauf – siehe Protokolle |
*.3ko |
Selbst angelegte Profile (je eine Datei pro Profilname) |
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